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Punktlandung: Garbeck wendet Verlust der Eigenständigkeit ab

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Von: Julius Kolossa

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Auch die Gemeinde Heilige Drei Könige in Garbeck kann im November an den Kirchenvorstandswahlen im Pastoralverbund Balve-Hönnetal teilnehmen.
Auch die Gemeinde Heilige Drei Könige in Garbeck kann im November an den Kirchenvorstandswahlen im Pastoralverbund Balve-Hönnetal teilnehmen. © Peter Kneffel

Das war eine Punktlandung für die Kirchenvorstandswahl in Garbeck in der Gemeinde Heilige Drei Könige im November.

Bis zum 10. Oktober musste die vollständige Kandidatenliste veröffentlicht werden, und erst am 9. Oktober stand die letzte Kandidatin fest, die dieses Gremium der zweitgrößten Kirchengemeinde im Balver Stadtgebiet mitgestalten möchte.

Adelheid Lösse konnte dafür gewonnen werden, den Pool zu vervollständigen, sodass nun die Mindestzahl von sechs Kandidaten erreicht wird. „Es war schwierig bis zuletzt“, sagte Dieter Bathe, Vorsitzender des Kirchenvorstands im Gespräch mit der Redaktion. „Aber dann hat sich Adelheid Lösse doch noch bereit erklärt, zu kandidieren.“ Lösse gehörte dem Garbecker Kirchenvorstand zuletzt vor zwölf Jahren an. „Seinerzeit habe ich Platz gemacht für Elisabeth Dippong, die sich mit neuen Ideen einbringen sollte“, sagte Adelheid Lösse der Redaktion. Doch jetzt stellt Elisabeth Dippong ihr Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung, sodass die vakant gewordene Position neu besetzt werden muss.

Lösse bringt viel Erfahrung mit

„Garbeck soll als Gemeinde bleiben“, begründet Lösse ihre Entscheidung. Denn hätte die Gemeinde keine sechs Kandidaten und damit keinen eigenen Kirchenvorstand mehr aufstellen können, wäre ein Zusammenschluss mit St. Blasius Balve unausweichlich geworden. „Wichtig ist aber auch, dass wenigstens eine Frau dem Kirchenvorstand angehören muss“, so Lösse. Erfahrung bringt die studierte Diplom-Agraringenieurin aus insgesamt neun Jahren im Garbecker Kirchenvorstand mit. Weitere neue Kandidaten sind Christopher Wortmann und Michael Klein

Damit ist Dieter Bathe mehr als zufrieden, denn die lange Zeit im Raum stehende Verschiebung der Kirchenvorstandswahl und als letztes Mittel der Verlust der Eigenständigkeit, sind damit abgewendet. „Andererseits hätten wir auf Ergänzungsvorschläge der Garbecker Gemeinde zurückgreifen sollen“, stellte Bathe ein theoretisches Instrument vor, das in der Praxis aber nicht funktioniert hätte. „Denn uns lagen keine Vorschläge der Garbecker vor.“ Das wäre auch verwunderlich gewesen, denn vorab hatte der Kirchenvorstand um die 40 Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt. „Wir bekamen jeweils nur Absagen aus zeitlichen, beruflichen oder auch privaten Gründen, bis Adelheid Lösse schließlich zugesagt hat“, so Bathe. Gewählt wird im Pfarr- und Jugendheim am Sonntag, 7. November, von 9 bis 13 Uhr.

In allen Gemeinden kann gewählt werden

Auch in den übrigen Gemeinden des heimischen Pastoralverbundes Balve-Hönnetal kann wie geplant an den Wochenenden 30./31. Oktober und 6./7. November gewählt werden, wie Verwaltungsleiter Markus Hablowetz auf Anfrage der Redaktion mitteilte.

„Alle Kirchengemeinden haben für die anstehenden Kirchenvorstands-Wahlen ausreichend Kandidaten benennen können“, so Hablowetz. Zuletzt hatten neben Garbeck bekanntlich auch in den Gemeinden in Langenholthausen (St. Johannes) und Küntrop (St. Georg) Anwärter gefehlt. Doch auch hier werde die jeweils erforderliche Mindestkandidatenanzahl erreicht, konnte Markus Hablowetz Entwarnung geben.

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