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Publikum aus ganz Europa beim Prophecy-Festival

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Von: Julius Kolossa

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Düstere Töne gab es, die hier und da mit jeder Menge Kunstnebel untermalt wurden. Bei diesem Auftritt gehörte ein Totenschädel zum Bühnenbild dazu.
Düstere Töne gab es, die hier und da mit jeder Menge Kunstnebel untermalt wurden. Bei diesem Auftritt gehörte ein Totenschädel zum Bühnenbild dazu. © Kolossa, Julius

Ein Publikum aus ganz Europa konnte bei der sechsten Ausgabe des Prophecy-Festivals in und rund um die Balver Höhle laut Veranstalter begrüßt werden.

Balve – Man muss diese Musik mögen, die dort am Wochenende gespielt wurde. „Sie hat atmosphärische Tiefen, ist aber auch hart und scheppernd“, brachte Thomas aus dem Münsterland die gespielte Richtung auf den Punkt. Die dunkele Metal-Musik wurde an allen drei Tagen dargeboten. Dazu gehörte schwarze Kleidung bei Musikern und Publikum, und auf der Bühne viel Kunstnebel, um die düsteren Töne ins rechte Licht zu rücken.

Es war wieder einmal Zeit für diese Veranstaltung, die als „Prophecy“ zum sechsten Mal in der Höhle stattfand. Und dieses Mal mit einem Publikum, das nach Angaben von Veranstalter Martin Koller aus ganz Europa und sogar darüber hinaus zusammenkam.

Je 1100 Karten gingen laut Veranstalter für alle drei Tage über die Theke, was für eine volle Balver Höhle sorgte.
Je 1100 Karten gingen laut Veranstalter für alle drei Tage über die Theke, was für eine volle Balver Höhle sorgte. © Kolossa, Julius

Etwa 1100 Karten für jeden Abend waren verkauft worden, so dass Koller mit einem ausverkauften „Haus“ zufrieden war. „Die Leute mögen das, was hier geboten wird“, sagte er dazu. Dass man sich dafür anders geben konnte als im Alltag, war dabei gewollt. Ärzte, Ingenieure, Pädagogen und auch Handwerker ließen alle Formalitäten hinter sich. Dazu Lars aus Siegen: „Diese Musikrichtung ist eine Lebenseinstellung.“ Und diese könne in der Höhle am besten genossen werden.

Zum ersten Mal dabei waren Lev und Anastasia. Vor acht Jahren haben sie aus beruflichen Gründen ihre russischen Heimat Ozersk verlassen, und sind in die Niederlande umgezogen. „Wir haben von Prophecy in Balve gehört, und wollen hier Urlaub machen“, wollte das Paar abschalten. Und doch: Das Zeitgeschehen lässt sich nicht abschalten. „Es ist schwer“, sagte Lev dazu. 

Man kam ins Gespräch mit den Fans dieser Musikrichtung, die zelteten oder im Wohnmobil beziehungsweise Wohnwagen übernachteten. Regina, Simon, Christian und Tim gehörten dazu. Ihr Vordach ragte mit einer hellen Lichterkette als Deko heraus. Darunter ließen sich die Freunde ihr Kölsch schmecken. Christian: „Es ist hier ein surreales Treibenlassen, sehr atmosphärisch und sehr kunstvoll.“ Höhle und Musik seien ein „Gesamtkunstwerk“.

Des Lobes voll waren auch die anderen Freunde. Regina: „Es ist Festival von Fans für Fans, denen in der Höhle viel geboten wird.“

Nach einer Kölsch-Pause machten sich die vier Freunde wieder auf in den Veranstaltungsort. Dort gehörte es bei einem Auftritt dazu, dass ein Totenschädel die Bühne zierte.

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