Verträglichkeitsprüfung läuft

Projekt Hönnetalradweg: Radler müssen sich weiter gedulden

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Die Schützenhalle in Volkringhausen: Von hier aus soll der Hönnetalradweg über eine rund fünf Kilometer lange Trasse nach Menden-Oberrödinghausen verlaufen. Der Radweg ist seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder Gesprächsthema, das Projekt steckt jedoch noch immer im Planungsstadium.

Balve – Das Hönnetal mit der Feldhofhöhle, der Gebirgsformation „Sieben Jungfrauen“, der „Alten Mühle“ und „Burg Klusenstein“ ist begehrtes Ausflugsziel.

Wanderer und Radfahrer teilen sich nach Feierabend, an Wochenenden und an Feiertagen die teilweise sehr schmalen Wege. 

Es sind die Radfahrer aus der Region, die sich seit mehr als zehn Jahren für einen Hönnetalradweg ins Zeug legen. Bereits 2008 wurde deshalb in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Fröndenberg-Menden des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ein Logo entworfen. Fünf Kilometer, die parallel zur Bundesstraße 515 von der Schützenhalle in Balve-Volkringhausen bis zur Kirche in Menden-Oberrödinghausen inmitten des als Naturschutzgebiet eingetragenen Hönnetals verlaufen, gilt es zu planen. 

Prüfung läuft seit 2019

Im Gespräch mit der Redaktion berichtet der im Balver Rathaus für das heimische Radwegenetz zuständige Markus Höhmann über den Stand der Planungen. „Die richtige Trasse ist das Problem“, sagte Höhmann. Seit 2019 laufe die Verträglichkeitsprüfung nach FFH-Richtlinie (Flora, Fauna, Habitat), ob dieses Projekt zu Beeinträchtigungen der Lebensräume von Tieren und Pflanzen im Naturschutzgebiet führen könnte. „Eventuell sind Brücken über die Hönne zu bauen“, stellte Höhmann einige bisher grob skizzierte Projektbausteine der Trassenführung vor. 

Der Ist-Zustand: Biker müssen häufig über holprige Trampelpfade durch das touristisch beliebte Hönnetal radeln.

Man sei allerdings in einem noch zu frühen Stadium der Planungen, um konkret sagen zu können, wo und wie die Brücken den Fluss queren sollen. Immerhin finde bereits eine zweite FFH-Untersuchung statt, nachdem ein erster möglicher Trassenverlauf aus Naturschutzgründen durchgefallen war. Offen ließ der Sachbearbeiter sämtliche Zeitrahmen für die weiteren Abläufe, denn nach wie vor seien noch nicht die Kriterien erarbeitet, mit denen die Ausschreibung für die Suche nach einem Ingenieurbüro erfolgen kann. 

Teilweise nur Trampelpfade

Es sind Trampelpfade von Volkringhausen bis zum Hof Gierse, gefolgt von besser ausgebauten Streckenführungen bis zur Feldhofhöhle, und danach wieder schmale Wegführungen entlang der Hönne bis zur Burg Klusenstein, die diese Strecke in ihrem Ist-Zustand zur Herausforderung für Biker, aber auch für ingenieurtechnische Planungen macht. Weil es sich bei dem Projekt um einen bundesstraßenbegleitenden Radweg handelt, trägt der Bund alle Kosten, die ebenfalls noch nicht näher beziffert werden können. 

So gibt es also seit mehr als einem Jahrzehnt das fertige Logo für den Hönnetalradweg, Biker werden sich aber wohl noch Jahre gedulden müssen, bis sie auf diesem Weg tatsächlich auch radeln können.

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