Platz für 250 Bäume in Mellen

Projekt Babywald: Jetzt soll alles ganz schnell gehen

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Der Babywald soll auf dieser Fläche im Bereich der Vogelstange in Mellen entstehen. Die Fichten müssen noch gefällt werden, sie sind vom Borkenkäfer befallen.

Mellen – Der „Babywald der Stadt Balve“ wird nach mehr als einem Jahr der Diskussionen und Planungen sehr bald Realität.

In Mellen, wo diese Idee geboren wurde, stellte Ortsvorsteher Marco Voge mit Mitgliedern der CDU-Ortsunion in dieser Woche Interessierten, darunter Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU), den Standort im Bereich der Vogelstange der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft vor. 

Rechts und links entlang des Weges zum Hochbehälter ragen noch Fichten auf. Diese sind jedoch vom Borkenkäfer befallen und müssen deshalb zeitnah gefällt werden. Eigentümer Johannes Vedder-Stute wird diese Fläche an die Stadt verpachten, die dann für die Verkehrssicherungspflicht eintreten wird. 

Jährlich stattfindende Pflanztage

Siggi Drees und Solveig Flörke vom Babywald-Vorbereitungsteam erläuterten beim Ortstermin, dass an dieser Stelle bald Kastanien, Linden, Walnuss, Buche und Eiche an jährlich stattfindenden Pflanztagen gesetzt werden sollen. „Die Früchte dieser Laubbäume sind auch für die Kinder interessant“, begründete Solveig Flörke die Auswahl. „Von Mellen geht ein schönes und gutes Zeichen für ganz Balve aus“, lobte Bürgermeister Mühling das bisher gezeigte Engagement. Dieses wird noch in diesem Jahr in die Gründung eines Dachvereins münden, der sich um das Projekt Babywald ebenso kümmern soll, wie um den Martinsmarkt, den Burgberglauf und das Projekt „Unser Dorf hat Zukunft“. 

Reinhard Schmidt stellte den ausgearbeiteten Vertragsentwurf vor, der bereits vom Finanzamt genehmigt sei. „Jetzt müssen wir nur noch den Verein gründen, und beim Amtsgericht Arnsberg eintragen lassen“, sagte er. 

Vereinsgründung soll noch 2020 erfolgen

Noch 2020 soll die Vereinsgründung erfolgen, sodass dann schon im Frühjahr 2021 der erste Pflanztag stattfinden könnte. Bislang ist geplant, dass der Kauf eines Baumes (inklusive Namensschild) 100 Euro kosten soll. Ziel sei es aber, so Siggi Drees, mithilfe von Sponsoren wie in Neuenrade, Menden und Iserlohn, den Preis deutlich senken zu können: „Hoffentlich können sich die heimischen Firmen trotz Corona großzügig erweisen.“ In Flyern und sozialen Netzwerken könnten die Sponsoren für sich in dieser Sache werben.

Landwirt Johannes Vedder-Stute (31) macht es möglich, dass der Babywald der Stadt Balve entstehen kann: Er stellte im Bereich der Vogelstange der Mellener Schützenbruderschaft St. Hubertus einen Teil seiner Waldfläche zur Verfügung. 4000 Quadratmeter groß ist diese und bietet Platz für 250 Bäume, die Bürger aus der Kernstadt und den Ortsteilen für ihre Kinder dort pflanzen können. Verpachtet wird diese Fläche für den Zeitraum von 30 Jahren an die Stadt Balve für jeweils einen symbolischen Euro im Jahr.

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