Probleme mit den Neubürgern in Volkringhausen

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Mehr als 60 Volkringhausener kamen am Dienstagabend in die Schützenhalle, um über die Zukunft ihres Dorfes zu diskutieren.

Volkringhausen - Was passiert mit der alten Schule und dem Feuerwehrgerätehaus an der Kapellenstraße, wenn in spätestens drei Jahren der Neubau des Feuerwehrgerätehauses für Volkringhausen und Beckum in Sanssouci realisiert und die beiden städtischen Gebäude damit nicht mehr gebraucht werden?

Darauf hatte Bürgermeister Hubertus Mühling im Rahmen des ersten Dorfforums am Dienstagabend vor 62 Interessierten in der Schützenhalle eine aus seiner Sicht klare Antwort. „Die alte Schule ist energetisch eine Katastrophe. Ein Abriss würde vier bis sechs Bauplätze bringen“, sagte Mühling. Der Anregung von Moderator Alfred Reinken, die Gebäude doch vielleicht als Orte der Begegnung für die Volkringhausener zu erhalten, entgegnete Mühling: „Die Immobilien könnten beide gehalten werden, aber dabei sollte sich das Dorf nicht verzetteln.“ 

Ortsvorsteher Hubertus Schweitzer wies mit Blick auf die Schützenhalle darauf hin, dass deren Unterhaltung auf Dauer nicht alleine der Schützenbruderschaft überlassen werden solle. Es gelte vielmehr, Lösungen zu finden, die das gesamte Dorf umsetzen kann. Deshalb sagte auch er: „Bauplätze in Volkringhausen sind nicht von der Hand zu weisen.“ In „absehbarer Zeit“ darüber nachzudenken, würde Sinn machen. 

Generationenübergreifend über Politik sprechen

Moderator Alfred Reinken war es auch, der im November beim Hubertusfest die Idee zu diesem Gesprächsabend unter dem Motto „Unser Dorf hat Zukunft!“ geboren hatte. Generationenübergreifend mit der Politik über die Zukunft zu sprechen, sollte dabei das Ziel sein. 

Das diese Zukunft in dem 500-Seelen-Dorf nicht nur rosig ist, wurde am Dienstagabend schnell deutlich. Der Zuspruch der Volkringhausener bei Konzerten des Männergesangvereins oder der Teilnahme an Prozessionen ließen sehr zu wünschen übrig, wurde aus der Versammlung kritisiert. „Dafür müssen wir uns Zeit nehmen“, forderte Reinken. In den Mittelpunkt der Kritik gerieten dabei schnell die Neubürger in dem kleinsten Balver Ortsteil. Von den Neuzugezogenen nehme niemand am Dorfleben teil. Ob Osterfeuer, Maibaum- oder Schützenfest – die „Urbevölkerung“ bleibe stets unter sich, stellte Reinken fest. So war es auch beim Dorfforum. Zwar mussten Tische und Stühle wegen des großen Zuspruchs nachgeholt werden, doch auch dieses Mal waren nur die vertrauten Gesichter zu sehen. Ob und wie demnächst Dorftermine attraktiver gemacht werden können, blieb dann auch eine offene Frage. 

"Samstag im Dorfpark" am 27. Juli

Erstmals stattfinden soll in diesem Jahr der „Samstag im Dorfpark“ am 27. Juli, zu dem Rainer Krause vor einiger Zeit die Idee hatte, um für Gespräche bei Bier und Bratwurst zusammen zu kommen. 

Weitergehen soll es in diesem Ortsteil aber in jedem Fall, denn am selben Abend meldeten sich zwölf Jugendliche, Frauen und Männer zur Bildung eines Arbeitskreises, der Ideen zur Förderung des Dorflebens entwickeln und diese spätestens beim nächsten Dorfforum im April 2020 präsentieren möchte.

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