„Problem erkannt – wir müssen handeln“

Michael Bathe von der Stadtverwaltung folgte der kurzfristigen Einladung der UWG zu einem Ortstermin. Im Einmündungsbereich Frühlinghausen auf die K 12/Am Pickhammer sehen Eltern vor allem für Kinder Gefahren beim Überqueren der Straße. Auch Politik und Verwaltung sind sich einig, dass hier etwas passieren muss. ▪

GARBECK/ FRÜHLINGHAUSEN ▪ Nach mehreren Beschwerden von Bürgern aufgrund der Umleitung des Schulweges von Garbeck nach Balve bat die UWG-Fraktion am Mittwoch zu einem Ortstermin an die K 12. Im Einmündungsbereich Frühlinghausen/Am Pickhammer sehen Eltern Gefahren für ihre Kinder.

Die kurvige Straßenführung an dieser Stelle schränkt die Sicht auf den Verkehr sehr ein. „Außerdem fährt hier keiner 50 Stundenkilometer“, spricht UWG-Fraktionschef Lorenz Schnadt den Eltern aus der Seele.

Auch Michael Bathe von der Stadtverwaltung weiß um die Problematik. Viele Autofahrer meiden die Kreisel-Baustelle, und kürzen den Weg durch Frühlinghausen ab. In Erwartung des vermehrten Verkehrsaufkommens sei daher vor dem Viadukt ein Schild „Vorsicht Kinder“ aufgestellt worden. „Das ist nicht ausreichend“, reflektierte Bathe während der Ortsbesichtigung. Hinsichtlich der weiteren Schulwegsicherung müsse eine Lösung gefunden werden. Bathe informierte in diesem Zusammenhang, dass die Bauarbeiten am Kreisel voraussichtlich noch bis Oktober dauern werden. Doch auch wenn die Baumaßnahme abgeschlossen, und die Umgehung wieder aufgehoben ist, wird für die Kinder aus Frühlinghausen das Problem „Straßenüberquerung“ nach wie vor vorhanden sein. Die Garbecker Schüler können hingegen wieder ihren „alten“ Weg einschlagen. Da liegt es nahe, dass sich die Frühlinghauser Eltern eine dauerhafte Lösung wünschen. „Auch Erwachsene haben an dieser Stelle Probleme. Man muss schon ordentlich auf den Verkehr hören. Nur wenn es ruhig ist, kann man die Straße überqueren. Anders geht das hier einfach nicht“, versicherte eine Anwohnerin.

Aus den Reihen der Eltern, ein paar waren zum Ortstermin gekommen, kam der Vorschlag eines Zebrastreifens oder einer Ampel. Diese beiden Lösungen halten aber sowohl Verwaltung als auch Politik für nicht umsetzbar. „Bei einem Zebrastreifen kurz hinter einer Kurve werden die Autofahrer auch nicht langsamer. Bei einer Ampel bekommen wir ein Rückstau-Problem“, schätzte Schnadt die Lage ein. Er spricht sich zunächst für eine Verkehrsschau aus. So auch Bathe: „Das müssen sich Experten ansehen.“ Er versicherte, am Donnerstag mit dem Ordnungsamt zu sprechen. Vielleicht sei auch ein Durchfahrtsverbot für Nicht-Anlieger durch Frühlinghausen denkbar, um auch auf dieser Straße für Entschärfung zu sorgen. „Das Problem ist erkannt – wir müssen jetzt handeln“, versprach er. ▪ sr

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