Diakone werden am 10. Mai in Balve geweiht

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Sie fiebern dem 10. Mai entgegen: Andreas Schulte, Antonio-Abong Zaldy, Martin Hufelschulte, Dr. Tobias Schulte sowie Andreas Kreutzmann (v.l.n.r.).

Balve - Ein „Fest der Begegnung“ soll die Weihe von drei Diakonen im Erzbistum Paderborn werden, die am Samstag, 10. Mai, ab 10.30 Uhr in der St.-Blasius-Pfarrkirche durchgeführt werden soll.

Subregens Andreas Kreutzmann vom Priesterseminar Paderborn sagte dazu: „Seit 1994 findet die Diakonweihe in unterschiedlichen Gemeinden statt – und Balve war noch nicht dran. Da mit Martin Hufelschulte einer der drei zukünftigen Diakone aus dieser Stadt kommt, fiel in diesem Jahr die Wahl auf die Hönnestadt.“

Der Messfeier werde Weihbischof Matthias König vorstehen. Er werde im Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker die drei Kandidaten durch Handauflegen und Gebet zu Diakonen weihen. Deren Angehörige könnten an der Messfeier teilhaben. Pfarrer Andreas Schulte betonte jedoch: „Alle sind eingeladen, mitzufeiern.“

Direkt nach der Weihe dürften die drei Männer schon als Diakone die Liturgie mitfeiern. Im Anschluss daran finde ein Empfang in der Grundschule St. Johannes statt. Der Tag ende mit einer Andacht ab 15 Uhr in der Kirche.

Geweiht werden sollen neben dem 38-jährigen Martin Hufelschulte (wir berichteten) auch Dr. Tobias Schulte (33) und Antonio-Abong Zaldy (40). Gemeinsam haben alle drei, dass sie bereits eine erste Berufsausbildung absolviert haben: Martin Hufelschulte ist gelernter Elektrotechniker. Dr. Tobias Schulte hat als Diplom-Betriebswirt gearbeitet und während seines Theologiestudiums promoviert. Und Antonio-Abong Zaldy war als Jurist im sozialen Wohlfahrtsbereich in seiner Heimat – den Philippen – tätig.

„Der Heilige Geist hat bei mir sehr stark geweht“, erklärte Zaldy, der sich ebenso wie seine Mitbrüder jetzt vorstellte. Mit seiner beruflichen Veränderung traf er auch den Entschluss, seine Heimat zu verlassen. Jetzt ist er in der Pfarrei St. Johannes in Neheim und Voßwinkel tätig. „Als Jurist habe ich den Umgang mit Menschen gelernt, was mir auch als Priester zu Gute kommt“, weiß er. „Menschliches macht einen großen Teil der frohen Botschaft aus.“

Schulte begründet seinen Berufswechsel so: „Es war die Liebe zur Theologie.“ Studiert hat er in Paderborn und Freiburg, seine Doktorarbeit schrieb er zum Thema: „Ohne Gott mit Gott. Glaubenshermeneutik mit Dietrich Bonhoeffer“. Dem gebürtigen Benninghausener (Lippstadt) wurde der Pastorale Raum Attendorn als Diakonatsgemeinde zugewiesen.

Hufelschulte stellt in Bezug auf den Pastoralverbund Balve-Hönnetal fest: „Ich bekomme viel geschenkt.“ Er sei froh darüber, seinen alten Beruf zurückgelassen zu haben.

Alle drei freuten sich nun darauf, nach dem Abschluss ihres Studiumsemesters in Paderborn ab dem 10. Juni wieder in „ihren“ Gemeinden tätig werden zu können. „Als die Entscheidung herangereift war, wusste ich, dass diese richtig ist“, zog Zaldy seine Bilanz, die von Dr. Tobias Schulte und Martin Hufelschulte bestätigt wurde.

Pfarrer Schulte unterstrich: „Diese Weihe ist auch ein Signal, dass es Menschen gibt, die sich auf den Ruf Gottes einlassen, auch wenn die Kirche hinterfragt wird.“ Zur Zeit befinden sich 20 Studenten im Priesterseminar Paderborn. Immer mehr aber nehme die Tendenz zu, Priester erst nach einer Berufsausbildung zu werden. Subregens Kreutzmann gewinnt dem nur Gutes ab: „Lebenserfahrung gibt auch mehr Sicherheit.“

Von Julius Kolossa

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