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Polizei nimmt Feuerteufel fest: Es ist ein alter Bekannter

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Von: Markus Wilczek

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Zuletzt brannten in den Wäldern in Balve immer wieder Holzpolter. Jetzt hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Er wurde am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt.
Zuletzt brannten in den Wäldern in Balve immer wieder Holzpolter. Jetzt hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Er wurde am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. © Cordes, Günter

Die Serie der Brandstiftungen in Balve dürfte ein Ende haben. Nachdem am Montagabend an der Glärbach ein Holzschuppen lichterloh brannte, nahm die Polizei nur wenig später ganz in der Nähe einen Balver vorläufig fest. Der Mann gilt als dringend tatverdächtig.

Ihm werden diese und sechs weitere Brandstiftungen zwischen dem 15. Februar und 26. September dieses Jahres vorgeworfen. „Am Montagabend wurde ein 41-jähriger Deutscher aus Balve festgenommen“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Poggel am Dienstag auf Nachfrage der Redaktion. Der Mann wurde am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Arnsberg bestätigte, dass es sich bei dem 41-Jährigen um den Mann handelt, der von Juli 2021 bis Januar 2022 in 37 Fällen Wegekreuze und Grabkreuze im gesamten Stadtgebiet beschädigt oder zerstört haben soll.

Schon nach mehreren Bränden im Frühjahr war der Verdacht auf den Balver gefallen. Die Polizei hatte den Mann, der die Anschuldigungen leugnete, damals ganz in der Nähe eines der Brandorte entdeckt und vorübergehend festgenommen. Nachdem er zwischenzeitlich wieder auf freien Fuß gekommen war, klickten am Montagabend nun die Handschellen erneut.

Zuletzt viel Arbeit für die Feuerwehr

Zuletzt hatten in den Wäldern in Balve mehrfach große Holtpolter gebrannt, die die Feuerwehr jeweils nur mit einem Großaufgebot und teilweise der Unterstützung aus angrenzenden Kommunen löschen konnte. Die Einsätze zogen sich über Stunden hin. Schon früh hatten Polizei und Staatsanwaltschaft erklärt, mögliche Zusammenhänge zu früheren Taten zu prüfen, dem 41-Jährigen aber offensichtlich nichts nachweisen können. Dies änderte sich dann am Montagabend, als Beamte den Balver in der Nähe des brennenden Holzschuppens an der Glärbach festnahmen.

Mit der Vandalismusserie an Wegekreuzen und Christusfiguren habe der Balver eine Frau beeindrucken wollen, teilte die Polizei damals mit. So hatte der 41-Jährige über Monate eine Frau gestalkt und – um diese zu beeindrucken – ihr ein Video zugeschickt, in dem einige der gestohlenen und zerstörten Christusfiguren zu sehen sind. Dies wurde dem Balver zum Verhängnis, denn die Frau leitete das Video an die Ermittler weiter, die den 41-Jährigen verhafteten. Was die Beamten diesmal konkret auf die Spur des Balvers brachte, ist bislang nicht bekannt.

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