Polizei kontrolliert Biker in Balve

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Zum Start in die Motorrad-Saison kontrollierte die Polizei am Sonntag in Volkringhausen viele Biker, wies dabei auf mögliche Gefahren hin und gab Sicherheitstipps.

Balve - Um Gespräche, nicht um Verwarngelder ging es der Polizei am Sonntag bei einer Kontrolle der Motorradfahrer am Volkringhausener Dorfpark. Zum Saisonstart wollten die Beamten die Biker einmal mehr daran erinnern, besonnen zu fahren.

„Deshalb halten wir alle an. Tourenfahrer, aber auch sogenannte Risikofahrer, die schneller ans Ziel kommen wollen“, sagte Polizeihauptkommissar Andreas Filthaut, der die Kontrolle leitete. 

Viele der angehaltenen Kradfahrer zeigten sich einsichtig, als sie nach einem kurzen Stopp wieder ihren Helm aufsetzen und weiterfahren durften. Einigen aber war anzumerken, dass sie die Kontrolle für vergeudete Zeit hielten. 

„Der fährt schon jetzt viel zu schnell“, sagte Andreas Filthaut bei einem Biker, der aus dem Glashüttenweg auf die Bundesstraße in Richtung Balve einbog. „Wir können nicht alle, aber hoffentlich viele erreichen.“ 

Anzahl der Unfälle weiter senken

Filthaut und seine Kollegen erhoffen sich durch Kontrollen dieser Art, die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Motorradfahrern weiter senken zu können. 2017 verunglückten 164 Biker auf den Straßen im Kreisgebiet und damit neun weniger als ein Jahr zuvor. 2015 hatte es sogar 209 Unfälle mit Motorradfahrern gegeben.

Drei der Unfälle im vergangenen Jahr endeten tödlich. In 52 Fällen wurde der Biker schwer, in 109 Fällen leicht verletzt. „Bei 60 Prozent der Verkehrsunfällen mit Kradfahrern ist der Biker auch Unfallverursacher“, sagte Filthaut. 

Viele der am Sonntag angehaltenen Zweiradfahrer würden sich diese Zahlen zu Herzen – versicherten sie zumindest im Gespräch mit der Polizei. Ob diese Meinung tatsächlich nachhaltig ist, werden allerdings erst die kommenden Wochen und Monate zeigen. 

Aktion nach vier Stunden beendet 

Nach vier Stunden war die Aktion der Polizei beendet. „Im weiteren Verlauf dieser Saison wird es weitere Kontrollen geben, bei denen wir dann auch Verwarngelder aussprechen werden“, sagte Andreas Filthaut. Dabei sei es kein Geheimnis, dass die Tempomessgeräte besonders häufig in Binolen, Volkringhausen und Sanssouci aufgebaut werden sollen.

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