Polizei greift am Sorpesee durch

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Der Sorpesee ist auch für viele Balver ein beliebtes Freizeitziel. ▪

BALVE/SORPESEE ▪ Die Polizei in Sundern möchte alle Gäste des Sorpesees sensibilisieren, mit der Natur vorsichtiger umzugehen. „Mit fortdauerndem Sommerwetter steigt leider auch die Zahl der Besucher, die zum Ausleben individueller Bedürfnisse den Bereich des Sees missbrauchen“, erklärte Polizeipressesprecher Stefan Trelle.

Durch wildes Campen, Lagerfeuer, Vermüllung, Ruhestörung und Zuparken der Feuerwehrzufahrten, ohne dabei Rücksicht auf ihre Mitbürger zu nehmen, seien mittlerweile mehrere Beschwerden bei Stadt und Polizei eingegangen.

Am vergangenen Wochenende seien Polizei, Ordnungsamt, Regionalforstamt Oberes Sauerland und der Ruhrverband in einer gemeinsamen Aktion gegen solche Besucher des Sorpesees vorgegangen, so Trelle. Dabei sei auch eine Bootsstreife der Polizei eingesetzt worden, um von der Seeseite aus Personen auf ihr Verhalten anzusprechen, Gefahren aufzuzeigen und Verhaltensänderungen zu erwirken. Wo Gesprächsaufklärung nicht mehr zu fruchten schien, musste gehandelt werden. Fazit: Vier Zelte mussten abgebaut, zwei Platzverweise ausgesprochen und 15 Zahlkarten wegen Parkens in Feuerwehrzufahrten ausgestellt werden.

Insbesondere der Müll und die Lagerfeuer beziehungsweise Grillstellen bereiten den Behörden bei der anhaltenden Trockenheit ernsthafte Sorgen. „Schon eine kleine Glasscherbe reicht momentan aus, einen Waldbrand auszulösen“, warnen Polizeihauptkommissar Christoph Bankstahl, Leiter der Polizeiwache Sundern, und Bernd Jüngst vom Ordnungsamt der Stadt Sundern und appellieren an die Vernunft der Badegäste: „Wenn die Abfalleimer voll sind, sollten die Besucher den Müll wieder mit nach Hause nehmen und dort entsorgen. Die anderen Besucher werden dankbar sein und vielleicht dem Beispiel folgen.“ Jeder Badegast könne damit zur Sauberkeit beitragen und zudem mithelfen, die Natur zu erhalten. Außerdem bittet die Polizei in Sundern alle Badegäste, grobe Verstöße unter Tel. 0 29 33/9 02 00 zu melden.

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