Planungen für Schulhof-Umgestaltung in Langenholthausen präsentiert

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Landschaftsplanerin Sabine Clauß stellte die Planungen zur Umgestaltung des Schulhofs den etwa 80 Teilnehmern des Neujahrstreffs am Sonntag in der Sokola.de detailliert vor.

Langenholthausen - An der Sokola.de in Langenholthausen soll in diesem Jahr die Umgestaltung des Schulhofs beginnen. Der erste Entwurf wurde am Sonntag beim vierten Neujahrstreff der Dorfgemeinschaft in der Aula von Sabine Clauß und Eva-Maria Menningmann von der Garten- und Freiraumplanung Clauß vorgestellt.

Dieses Büro beschäftigt sich seit November mit der Aufgabe, das etwa 4000 Quadratmeter große Areal neu zu gestalten. „Größte Herausforderung ist dabei, dass die 850 Quadratmeter große Asphaltfläche bleiben muss“, sagte Sabine Clauß. Denn diese werde weiterhin als Bushaltestelle benötigt. Das Besondere an diesem Projekt: „Wir bauen mitten in einem seit Jahren gewachsenen Baumbestand. In anderen Dörfern und Städten müssen diese Bäume erst noch gepflanzt werden.“ 

Den Auftrag für die Planungen gab es von der Stadt Balve. Die Umsetzung des Entwurfs würde etwa 80 000 Euro kosten. Dafür soll der Schulhof barrierefrei werden, mit einem Kleinkinderbereich, einem Barfußpfad, einer Mountainbikestrecke, einem Kleinspielfeld, einer Grill- und Feuerstelle, einer Slackline und einem Generationenspielplatz. Einige Elemente des alten Schulhofes sollen erhalten bleiben. So die Wippe, die Laufrolle, die Tischtennisplatte, die Rutsche, die Sandflächen und die Bänke. Anderes muss entfernt werden, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet sei: die Hängebrücke, die Torwand, einige Holzspielgeräte. Und das Rondell aus Kastanienholz um den Maibaum muss erneuert werden. 

Entwurf stößt auf Zustimmung 

Der Entwurf stieß auf Zustimmung der 80 Teilnehmer an diesem Neujahrstreff. Gewünscht wurden gekennzeichnete Parkflächen, eine Seilbahn für Kinder, Wohnmobil-Stellplätze, eine E-Bike-Ladestation und eine Heimatstube, in der die Geschichte Langenholthausens lebendig erhalten wird. All dies werden die Planerinnen mit in die nächsten Gespräche ins Rathaus nehmen. „Wir wollen auch wissen, was vom Dorf gewollt wird“, sagte Clauß. Die Stadt hat dann das letzte Wort, was letztlich umgesetzt werden soll. Veranschlagt dafür werden als Bauzeit etwa zwei Monate nach dem Schützenfest Anfang Juni. 

Wenn sich die Dorfbewohner, die bisher in vielen ehrenamtlichen Stunden ihre alte Grundschule in ein Begegnungszentrum umgebaut haben, mit einbringen, gäbe es noch „Sparpotenzial“, wie Clauß feststellte. Aber nicht alle Gewerke könnten selbst durchgeführt werden, Fachfirmen würden bei bestimmten sicherheitsrelevanten Arbeiten benötigt. 

In der Sokola.de und davor gehen die Umbauarbeiten in die Endphase, müssen in diesem Jahr auch abgeschlossen werden. 75 Prozent der einen Million Euro, die als Fördermittel dafür zur Verfügung stehen, sind bereits verbaut worden. Michael Grote und Ulrike Schwartpaul, Vorstandsmitglieder des Vereine Sokola.de, stellten die Maßnahmen noch einmal vor. Der Vorplatz unter dem Vordach muss barrierefreie gestaltet werden und im Inneren Umbauten in einigen Räumen vorgenommen werden. Auch die Toiletten im Erdgeschoss benötigen noch eine Sanierung. „Die Energiekosten befinden sich im kalkulierten Rahmen“, betonte Grote, dass die neue Heizungsanlage und die Dämmung bereits ihren Beitrag zu geringeren Betriebskosten leisten. 

Arbeiten für Gasversorgung starten 

„Respekt, Anerkennung und Glückwunsch“, sprach Bürgermeister Hubertus Mühling den Langenholthausenern für ihr „einmaliges Projekt im Stadtgebiet“ aus. Er blickte aber auch über die Dorfgrenzen hinaus. So in Richtung Balve-Süd, von wo aus sich der Radweg erschließt. Wenn auch die Markierungen aufgebracht sind, sei dieser endgültig fertiggestellt. Unter dem Radweg verläuft neben der Wasser-, auch eine Gasleitung. 52 Anträge auf Anschlüsse an die Gasversorgung hätten bis Jahresende vorgelegen, sodass bald mit den ausführenden Arbeiten begonnen werden soll. In diesem Jahr am Hangweg, der Uferstraße und der Kurzen Straße; 2020 dann am Trachtenberg und Steltenberg. Als Gasversorger brachte das Stadtoberhaupt die stadteigene Netzgesellschaft in Spiel, die Gas und Strom ab dem 1. April anbieten wird. 

Mühling ließ in seiner Rede aber auch den Radweg nach Amecke nicht außen vor. Inzwischen stünde in Balve und Sundern die Finanzierung, sodass nun eine Entwurfsplanung in Auftrag gegeben werden könne, die eventuell schon im Sommer vorgestellt werden solle. „Es geht voran“, sagte er zu diesem seit mehren Jahren andauernden Projekt. Er bedauerte dagegen, was in der Silvesternacht mit der alten Eiche oberhalb der Schützenhalle passiert sei. Dieses durch Feuerwerk stark beschädigte Naturdenkmal soll, so sein Wunsch, erhalten bleiben.

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