St. Nikolaus

Planänderung bei Umbau der Beckumer Kirche

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Seit rund einem Monat laufen die Umbau- und Modernisierungsarbeiten in der Kirche St. Nikolaus in Beckum.

Beckum – Seit rund einem Monat läuft der Umbau der Kirche St. Nikolaus in Beckum – und Kirchenvorstandsvorsitzender Christian König kann sich schon jetzt genau vorstellen, wie es nach dem Abschluss der Arbeiten in dem Gotteshaus aussehen wird.

„Wir bauen die Orgelbühne zurück, erhalten damit wieder den ursprünglichen Charakter unserer Kirche“, sagte er bei einem Gang über die Baustelle in dieser Woche. 

Vom Erzbischöfliche Generalvikariat habe die Gemeinde erst jüngst grünes Licht für diese Maßnahme erhalten. Die Orgelbühne war in den 1950er-Jahren verlängert worden. Damals eine durchaus nachvollziehbare Maßnahme, inzwischen aufgrund der auch in Beckum sinkenden Zahl an Gottesdienstbesuchern längst überflüssig. 

Zuschuss von 70 Prozent

Die Beckumer Gemeinde erhält für diesen Rückbau einen finanziellen Zuschuss. 70 Prozent der Kosten trägt das Erzbistum Paderborn. „Die Mehrkosten für uns sind also überschaubar, auch wenn unser Budget etwas überschritten wird.“ 311 000 Euro waren insgesamt für den Kirchenumbau veranschlagt worden, von denen 130 000 Euro als Eigenanteil von der St.-Nikolaus-Gemeinde aufzubringen sind. Weil aber die bislang letzte Sanierung mittlerweile mehr als 30 Jahre zurückliegt, hat die Gemeinde genügend Rücklagen gebildet, um die Mehrkosten auch noch stemmen zu können. 

Nun soll auch noch die Orgelbühne verkleinert werden.

Die Orgelbühne, deren vier Stützpfeiler zum Mittelgang des Kirchenschiffs gehören, wird kleiner, deshalb nach Abschluss der Maßnahme auch lediglich noch mit Stühlen und nicht mehr mit Bänken bestückt. „Es wird genügend Platz sein“, ist sich Christian König dennoch sicher. Und auch davon ist er überzeugt: „Zum Beckumer Schützenfest feiern wir hier wieder eine Messe.“ Dieses findet traditionell am ersten Juliwochenende statt. 

Arbeiten liegen im Zeitplan

Der Zeitplan für die Modernisierung des Gotteshauses wird bislang eingehalten, wie sich beim Austausch mit dem Kirchenvorstand und den Herdringer Architektinnen Barbara Maas und Mechthild Clemens zeigte. Besprochen wurden der bisherige und natürlich auch der weitere Verlauf. „Die Bodenarbeiten sind bis auf die Versiegelung abgeschlossen, auch zwei neue Stufen am Altar wurden angesetzt. Die Außentreppe ist saniert und ein neuer Durchbruch wurde geschaffen, um die Kirche auch werktags betreten zu können“, die Liste der erledigten Arbeiten ist lang, die Christian König vortrug. Begonnen haben die Elektriker mit ersten Arbeiten; in den Startlöchern stehen die Maler. 

Äußerlich hat sich die Beckumer Kirche nicht verändert, im Inneren dagegen wird fleißig gearbeitet.

Barbara Maas weiß um die Herausforderungen in dieser am 16. September 1922 geweihten Kirche. „Wir müssen anders mit den Details umgehen.“ An baulichen Veränderungen sei einiges, aber nicht alles möglich, um den Charakter zu erhalten. „Der Hochaltar und die Seitenaltäre stehen unter Denkmalschutz.“ Es muss viel berücksichtigt werden bei dieser umfangreichen Modernisierung, nach deren Ende Tradition und Moderne ihren Platz erhalten und sich auch die Gemeinde wohlfühlen soll. Die Architektin begrüßt den Rückbau der Orgel: „Ein richtiger Schritt.“ 

Maßnahmen nicht zu vergleichen

Zusammengearbeitet wird mit den Unternehmen, die im vergangenen Jahr bereits den innovativen Umbau des Gotteshauses in Eisborn in eine Kirche mit integrierten Gemeindesaal realisierten. Direkt zu vergleichen seien beiden Maßnahmen nicht, so die Expertin. Zu verschieden seien die Räume, die vorzunehmenden Arbeiten und die Zielsetzungen: In Beckum soll die Kirchengemeinde schließlich wieder Messen und Andachten in ihrer neu gestalteten Kirche feiern, der andere Ort der Begegnung ist in der nahe gelegenen Nikolausstube im Integrationszentrum.

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