Pläne für die alte Schule

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Die Mitglieder des Vereinsforums machten sich ein Bild von den Räumen der alten Schule in Langenholthausen. Sie haben verschiedene Ideen, wie das Gebäude genutzt werden kann.

LANGENHOLTHAUSEN -   Ortsvorsteherin Barbara Wachauf beantragt einen Runden Tisch im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes bezüglich der Zukunft des Schulgebäudes Langenholthausen. Diesen Auftrag nahm sie am Montag nach der Sitzung des Vereinsforums mit nach Hause.

Von Julius Kolossa

Vorausgegangen war dem Treffen eine Besichtigung aller Klassenräume und das Vorstellen der Ergebnisse der Fragebogenaktion. Nur zehn der 350 Langenholthausenern hatten ihre Wünsche für die Zukunft des Gebäudes geäußert.

Enttäuscht war Barbara Wachauf, als sie den 21 Teilnehmern der Sitzung dieses Resultat mitteilte: „Jeder spricht darüber, doch konkret werden will keiner.“ Guido Grothe meinte dazu: „Ich bin Realist geworden, was die Beteiligung des Dorfes angeht.“ Im weiteren Verlauf äußersten die Teilnehmer jedoch die Hoffnung, doch noch ein Konzept für den Erhalt diese Schule zu finden. „Die Bausubstanz ist hervorragend“, sagten alle Beteiligten, nachdem sie die Schule besichtigt hatten.

Als künftige Nutzer kommen der Wasserbeschaffungsverband („Wir brauchen aber nur einen Lagerraum“), die TuS-Abteilungen Aerobic, Tanzen und Zumba sowie die Landjugend in Frage.

Konkret wurde Antonius Allhoff mit seiner Idee eines „Seminar- und Gästehauses“: Im Oberschoss mit eigenem Eingang könnten bis zu sieben Einzel- oder Mehrbettzimmer mit Frühstücks- und Seminarraum entstehen. Im Erdgeschoss könne ein Generationentreff, eine Sozialstation, ein Bürgerbüro, ein Bauernmarkt oder Tante-Emma-Laden entstehen. Auf dem Außengelände könne der Maibaum Platz finden. Auch könne der Platz als E-Bike-Ladestation, für Car-Sharing oder als Wohnmobilstellplatz genutzt werden. „Möglich wäre auch die Schaffung eines Dorfmittelpunktes“, so Allhoff.

Aus Gesprächen mit seinem Sohn Sebastian, der Mitarbeiter des Planungsbüros Pesch und Partner ist, wisse er, dass der Geschäftsführer des Planungsbüros, Horst Schönweitz, Interesse an einem Runden Tisch zur Nachnutzung der Schule habe. Bewegt hatte das Thema die Langenholthausener im Rahmen des Bürgerforums – dort hatte das Schulgebäude ganz oben auf der Prioritätenliste gestanden (wir berichteten). Die Ortsvorsteherin konnte von ihrem am Montag vorab geführten Gespräch mit Bürgermeister Hubertus Mühling berichten, der einem Runden Tisch positiv gegenüber stünde.

Damit sieht das Vereinsforum seine Position gestärkt. Guido Grothe: „Das gibt uns Rückendeckung, und macht es der Stadt fast unmöglich, die Schule abzureißen.“ Vorstellbar wäre auch, die Immobilie für einen symbolischen Euro zu kaufen, und über einen Förderverein zu finanzieren. Der Antrag geht in den nächsten Tagen bei der Stadt Balve ein.

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