Pippi Langstrumpf feiert gelungene Premiere

BALVE ▪ Einen gelungenen Auftakt des Märchenmusicals Pippi Langstrumpf nach Astrid Lindgren feierte am Samstag der Festspielverein in der Balver Höhle. Knapp 600 Zuschauer ließen sich in Europas größter Kulturhöhle von den Abenteuern der frechen Göre begeisterten.

Bevor das Mädchen mit den roten Zöpfen die Bühne unsicher machte, begrüßte der stellvertretende Vorsitzende Theo Bösterling das Premierenpublikum zur 20. Märchensaison der Festspiele Balver Höhle. Südwestfälischen Charme versprühten anschließend die beiden Ehrengäste Dirk Glaser und Bauer Klemens Schulte-Vierkötter, die die Festspiele eröffneten. Der Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur und Kopf der Regionale 2013, Dirk Glaser, und der waschechte Sauerländer Klemens Schulte-Vierkötter (bespielt von Bodo Schulte), lieferten sich einen temperamentvollen Schlagabtausch und steigerten die Vorfreude auf das Stück.

Dann endlich war es soweit: Pippi Langstrumpf (Randi von der Heyde) ritt singend auf ihrem Pferd Kleiner Onkel ein und bezog die Villa Kunterbunt. Ihr zur Seite das kleine Äffchen Herr Nilsson (Lina Schulte). Schnell freundete sich Pippi mit den Nachbarskindern Tommy (Jonathan Schweitzer) und Annika (Stefanie Fuchs) an. Mit List führte sie Einbrecher (Henri Heinemann, Christian Paul) und Polizisten (Sebastian Eisengardt, Dominik Rümenapp) an der Nase herum, wich Frau Prysselius (Miriam Krieger) vom Weisenrat aus, besiegte den stärksten Mann der Welt (Michael Schneider), brachte die Lehrerin (Simone Becker) in der Schule und die feinen Damen beim Kaffeekränzchen zur Verzweiflung. Spätestens als Pippi mit dem Gesicht in der Sahnetorte versank, war die Geduld von Tommys und Annikas Mutter (Jeannette Borthwick-Schwalke) am Ende: „Du bist ein Unglück, so groß wie du bist“, schimpfte sie. Das Publikum sah dies anders und bestärkte Pippi mit viel Beifall. Den bekam sie auch von ihrem plötzlich auftauchenden Papa Käpt'n Langstrumpf und seinen Matrosen.

Pippi treibt auch die Lehrerin in der Schule zur schieren Verzweiflung.

Randi von der Heyde überzeugte in ihrer Rolle als Pippi und agierte mit viel Temperament. Auch ihre jungen Schauspielerkollegen meisterten ihre Rollen trotz Lampenfiebers mit Bravour. Dieses Stück wird von den Kinder getragen und Erwachsene agieren nur in Nebenrollen. Besondere Dynamik erfuhr die Aufführung durch lebhafte Szenen mit gelungenen Überraschungen, Liedern und Tänzen. Nicht nur das Publikum, auch Regisseurin Gabi Krieger und Co-Regisseur Josef Bertsch zeigten sich zufrieden. Die intensiven Vorbereitungen des insgesamt rund 120-köpfigen Ensembles in den vergangenen acht Monaten haben sich gelohnt.

Informationen zum Stück und Karten gibt es in der Geschäftsstelle, Alte Gerichtsstraße 5, in Balve; unter der Rufnummer 0 23 75/10 30 und im Internetpaul

Rubriklistenbild: © Uta Baumeister

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