Bodenplatte wird gegossen

Pfarrheim-Neubau: Es geht endlich voran

Die „Sauberkeitsschicht“ wurde bereits eingezogen. In der nächsten Woche soll nun die Bodenplatte gegossen werden.
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Die „Sauberkeitsschicht“ wurde bereits eingezogen. In der nächsten Woche soll nun die Bodenplatte gegossen werden.

Lange mussten die Balver auf den Neubau des Pfarrheims der Gemeinde St. Blasius warten. Jetzt geht es auf der Baustelle am Dechant-Löcker-Weg endlich voran.

„Wir bereiten das Gießen der Bodenplatte vor“, bestätigten am Donnerstag die dort tätigen Mitarbeiter des Unternehmens Krutmann. Bisher sei eine sogenannte „Sauberkeitsschicht“ als erste Lage aufgetragen worden. „Aber für die Bodenplatte brauchen wir gutes Wetter, damit rechnen wir für die nächste Woche.“ Weitere Baugeräte wie ein Kran sind bereits aufgestellt worden, sodass die nachfolgenden Rohbauarbeiten im Anschluss erfolgen können.

Dieses Bauprojekt nimmt den Kirchenvorstand als entscheidendes Gremium der St. Blasius-Pfarrgemeinde seit 2008 voll in Anspruch. Denn vor 13 Jahren kamen Überlegungen auf, den Altbau (Baujahr: 1962) umfangreich sanieren und umbauen zu lassen. Dann, im Jahr 2013, empfahl das Generalvikariat in Paderborn als übergeordnete Instanz für die Verwaltung und als Geldgeber kirchlicher Gebäude im Erzbistum Paderborn, einen Abriss und einen Ersatzneubau an selber Stelle.

Architektenwettbewerb mit neun Büros

Daraus resultierte 2014 ein Architektenwettbewerb, an dem sich neun Büros beteiligten. Im Mai 2015 ging „Banz + Riecks“ aus Bochum als Sieger daraus hervor. Bereits 2017 sollte das Gebäude eingeweiht werden. Weil der Siegerentwurf das Budget von einer Millionen Euro allerdings gleich um 100 Prozent überschritt, mussten alle weiteren Überlegungen zunächst zurückgestellt werden. Denn die Balver hätten vom Erzbistum Paderborn nur 50 Prozent der Summe als Zuschuss für den Neubau bekommen.

Der Kirchenvorstand machte sich in Absprache mit dem Generalvikariat deshalb an die Planungen für einen kleineren Neubau. Weil aufgrund deutlich gestiegener Kosten für Handwerker aber schnell klar wurde, dass auch dafür eine Million Euro nicht ausreichen würde, wurde die Summe verdoppelt. Denn Paderborn sagte zu, 75 Prozent der Kosten für einige Gewerke zu übernehmen. Weniger Platz wird benötigt, weil das Pastorale Zentralbüro inzwischen seine Räume am Kirchplatz 5 bezogen hat.

Kosten steigen auf über zwei Millionen Euro

Nachdem die Corona-Pandemie den Start des Projekts aber weiter um Monate verzögerte, musste im Spätsommer nochmals verhandelt werden. Denn die Kosten waren mittlerweile auf 2,2 Millionen Euro gestiegen. Nachdem der Diözesan-Vermögensrat in Paderborn aber nochmals alle Kostenpunkte überprüft hatte, gab es auch für diese neuerliche Erhöhung grünes Licht.

In den Herbstferien begannen mit dem Ausschachten der Baugrube die Arbeiten für das zweigeschossige Gebäude. Unter anderem der De-Cent-Laden und das Pfarrarchiv werden hier ihren Platz finden; auch ein Raum für Veranstaltungen wird geschaffen.

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