Pfarrheim-Neubau in Balve: So ist die weitere Planung

+
Das Pfarrheim ist abgerissen. Bevor mit den Arbeiten für den Neubau begonnen werden kann, muss nun zunächst die Fassade des Küsterhauses saniert werden.

Balve - Voraussichtlich schon im August sollen weitere vorbereitende Arbeiten für den Ersatzneubau des Pfarrheims der Gemeinde St. Blasius am Dechant-Löcker-Weg erfolgen.

Das alte Gebäude war im Mai abgerissen worden. Am Donnerstag stellten Bruno Köck, Bauausschuss im Kirchenvorstand der Gemeinde, und Kirchenvorstand Ludger Terbrüggen die weiteren Planungen vor. Seit 2010 beschäftigt sich die Gemeinde schon mit dem Neubau-Projekt. Ursprünglich sollte der Abriss bereits im März erfolgen. 

„Inzwischen ist so viel Zeit vergangenen, dass wir mit dem Verlauf der Arbeiten entspannt umgehen können“, sagte Köck mit Verweis auf die zwei jetzt anstehenden Baustellen hin. Denn erst nach dem Abbruch des Pfarrheims stellte sich heraus, dass die Fassade am angrenzenden und etwa 1850 erbauten Küsterhaus, in dem sich die Schulungsräume und Verwaltung des Malteser Hilfsdienstes und eine Wohnung befinden, ein echtes „Flickwerk“ sei. 

So nicht erwartet

Eine Tür wurde nachträglich eingebaut, ein Fenster zugemauert, und dies in der Wand, die mit Bruchsteinen sowie Schiefer und Putz hochgezogen worden war. Dies hatten sich die Verantwortlichen der Gemeinde und die ausführenden Architekten so nicht vorgestellt hatten. 

Ein Blick in die Zukunft: So soll es rund um die St.-Blasius-Kirche aussehen, wenn die Arbeiten am Küsterhaus abgeschlossen sind und das neue Pfarrheim (rechts) steht.

„Unser ursprünglicher Plan, sofort mit der Isolierung des feuchten Kellers, der Kanalsanierung und auch einer Rampe als barrierefreiem Zugang loslegen zu können, wurde vom Denkmalamt abgelehnt“, berichtete Köck. Stattdessen fanden Gespräche der Denkmalbehörde mit den ausführenden Architekten statt, um das altehrwürdige Gebäude, in dem einst Kirchenmusiker und Ehrenbürger Theodor Pröpper wohnte, erhalten zu können. 

Erzbistum übernimmt die Kosten

Herausgekommen ist ein mit dem Generalvikariat des Erzbistums Paderborn abgestimmter Plan, der neben der Sanierung der Fassade auch die Neugestaltung der Außenanlage als Pfarrgarten vorsieht. Sämtliche Kosten, die noch nicht beziffert wurden, trägt das Erzbistum. 

Der Beginn der eigentlich Arbeiten am Neubau, der etwa zwei Millionen Euro kosten soll, ist für Anfang 2020 terminiert. Ludger Terbrüggen wies auf die noch ausstehenden Genehmigungen des Märkischen Kreises hin, mit denen eventuell im September gerechnet werden könne: „Ab dann erfolgen die Ausschreibungen.“ Die Vergabe der Aufträge sei eventuell im November möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare