Beginn der Tiefbauarbeiten

Pfarrheim-Neubau in Balve: Endlich geht es voran

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Auf der Baustelle am Dechant-Löcker-Weg ist derzeit richtig Bewegung. Die Fassade am Alten Küsterhaus ist fertig und ein Unternehmen aus Menden hat mit den Tiefbauarbeiten begonnen.

Balve – Ursprünglich sollte das neue Pfarrheim der Gemeinde St. Blasius schon im Jahr 2017 eingeweiht werden.

Nach vielen Verzögerungen, Rückschlägen und Umplanungen ist seit einiger Zeit nun endlich richtig Bewegung auf der Baustelle am Dechant-Löcker-Weg, die Bauunternehmen lösen sich jetzt nacheinander ab. 

Das Gerüst der Fachfirma aus Freienohl, die die Fassade des Alten Küsterhauses nach denkmalrechtlichen Vorgaben sanierte, wurde am Freitag abgebaut. Zum Vorschein kam eine Hausfassade, die sich sehenlassen kann. Einheitlich und sauber ist das Erscheinungsbild. Seit Montag ist ein Tiefbauunternehmen aus Menden vor Ort, das den Kanal verlegt, aber auch ein Podest und eine Rampe an das alte Küsterhaus anlegen wird. Dann werde, so teilten die Mitarbeiter der Firma mit, das ganze Gelände auf ein einheitliches Bodenniveau angeglichen, sodass ein Hochbauunternehmen das neue Pfarrheim aufbauen kann. 

Erste Überlegungen schon 2008

Es geht jetzt voran bei diesem Projekt, in das der Kirchenvorstand der St.-Blasius-Gemeinde schon so viel Zeit und Arbeit gesteckt hat. Bereits 2008 waren erste Überlegungen aufgekommen, das 1962 gebaute Pfarrheim umfassend energetisch zu sanieren und umzubauen. Vor sieben Jahren empfahl das Generalvikariat in Paderborn stattdessen jedoch den Abriss und einen Ersatzneubau an selber Stelle, um ein in sich stimmiges Gesamtensemble mit Kirche und Kirchplatz entstehen zu lassen. 

2014 resultierte daraus ein Architektenwettbewerb, an dem sich neun Büros beteiligten. Im Mai 2015 ging „Banz + Riecks“ aus Bochum als Sieger daraus hervor. Ziele waren damals, den Kostenrahmen für den Neubau von einer Million Euro nicht zu überschreiten und die Einweihung 2017 vornehmen zu können. 

Budget deutlich überschritten

Weil aber der Siegerentwurf das Budget um mehr als eine Million Euro überschritt, mussten alle weiteren Überlegungen zurückgestellt werden. Denn die Balver hätten vom Erzbistum Paderborn nur 50 Prozent als Zuschuss für den Neubau bekommen. Der Kirchenvorstand machte sich in Absprache mit dem Generalvikariat als übergeordneter Stelle und vor allem als Geldgeber an die Planungen für einen kleineren Neubau. 

Weniger Platz wird benötigt, weil das Pastorale Zentralbüro inzwischen seine Räume am Kirchplatz 5 bezogen hat. Der Neubau wird auch dadurch möglich, dass Paderborn mittlerweile 75 Prozent der Kosten übernimmt. De-Cent-Laden und Pfarrarchiv werden in dem zweigeschossigen Neubau wieder ihren Platz finden; auch Veranstaltungen sind dann wieder möglich. 

Außenfassade war ein Flickwerk

Das angrenzende Alte Küsterhaus (um 1850 erbaut) blieb nach dem Abriss des alten Pfarrheims stehen – der ursprüngliche Plan, sofort mit der Isolierung des feuchten Mauerwerks und der Kanalsanierung zu beginnen sowie eine Rampe anzulegen, wurde vom Denkmalamt abgelehnt. Denn zunächst standen Überlegungen an, in welcher Form dieses Haus, in dem einst Ehrenbürger Theodor Pröpper wohnte, zu erhalten sei. 

Das war nicht einfach, denn nach dem Abriss des angrenzenden Pfarrheims kam ein Flickwerk an der Außenfassade zutage. Nach der inzwischen erfolgten einheitlichen Gestaltung kann nun endlich das neue Pfarrheim gebaut werden.

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