Pfarrheim Balve: Darum verschiebt sich der Baubeginn

+
Das alte Küsterhaus: die Fassade muss aufwendig saniert werden.

Balve – „Ein Baubeginn für das neue Pfarrheim noch in diesem Jahr ist utopisch“, sagte Bruno Köck als der Bauverantwortliche des Balver Kirchenvorstandes St. Blasius, am Dienstag auf Anfrage.

Am Dechant-Löcker-Weg, klafft nach dem Abriss des alten Pfarrheims am 9. Mai eine Baulücke, die von Bauzäunen eingerahmt ist. An diesem Zustand wird sich vorerst nichts ändern. 

Denn: „Dem Märkischen Kreis fehlen noch Unterlagen für die Baugenehmigung“, erläuterte Köck. Werden diese von der Gemeinde nachgereicht und wird die Genehmigung in der Folge erteilt, werde anschließend weitere Zeit ins Land gehen, um die Ausschreibungen der Gewerke vorzunehmen. Bruno Köck: „Die eingehenden Angebote werden vom Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn geprüft. Von dort aus werden auch die Aufträge vergeben. 

Winter wird abgewartet

Eine Grundsteinlegung werde deshalb 2019 nicht mehr erfolgen. Vielmehr solle der Winter abgewartet werden. Die Gesamtkosten für den Neubau betragen zwei Millionen Euro – 75 Prozent bezahlt das Erzbistum Paderborn, für die Restsumme muss die St.-Blasius-Gemeinde aufkommen. 

Probleme gibt es auch mit der zweiten, angrenzenden Baumaßnahme: dem um 1850 erbauten Küsterhaus, in dem sich heute Schulungsräume des Malteser Hilfsdienstes (MHD) und eine vermietete Wohnung befinden. Die Außenfassade hat sich nach dem Abriss des alten Pfarrheim als echtes Flickwerk herausgestellt: eine Tür wurde nachträglich eingebaut, ein Fenster zugemauert – und dies in der Wand, die mit Bruchsteinen unterschiedlichster Art gemauert sowie mit Schiefer und auch mit Putz versehen wurde. 

Denkmalbehörde lehnt ab

Der ursprüngliche Plan, sofort mit der Isolierung des feuchten Kellers und der Kanalsanierung zu beginnen,zudem eine Rampe für die Zufahrt anzulegen, wurde vom Denkmalamt abgelehnt. Nach wie vor überlege die Denkmalbehörde, wie dieses Haus, in dem einst Kirchenmusikdirektor und Ehrenbürger Theodor Pröpper gewohnt hat, zu erhalten sei. Mit dem Generalvikariat des Erzbistums in Paderborn werde ein Plan abgestimmt, der neben der Sanierung der Fassade auch die Neugestaltung der Außenanlage als Pfarrgarten vorsieht. 

Sämtliche Kosten, die noch nicht beziffert wurden, trägt das Erzbistum. „Mit den ersten Arbeiten für die Gestaltung der Außenanlage soll noch 2019 begonnen werden“, ist Köck zumindest hier zuversichtlich. Aber noch liege keine finale Stellungnahme der Denkmalbehörde vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare