Neues Balver Pfarrheim

Pfarrgemeinde muss mit massivem Anstieg der Baukosten rechnen

Es geht voran mit dem Bau des Pfarrheims am Dechant-Löcker-Weg. Allerdings dürfte der Gesamtkostenrahmen von rund 2,2 Millionen Euro nicht eingehalten werden können.
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Es geht voran mit dem Bau des Pfarrheims am Dechant-Löcker-Weg. Allerdings dürfte der Gesamtkostenrahmen von rund 2,2 Millionen Euro nicht eingehalten werden können.

Die Kosten für den Bau des Pfarrheims in Balve dürften weiter steigen. Hatten die Katholische Kirchengemeinde St. Blasius und das Erzbistum Paderborn zuletzt bereits mit Kosten von rund 2,2 Millionen Euro kalkuliert, fiel wegen gestiegener Materialkosten nun alleine die Rechnung für den Dachstuhl um 30 Prozent höher aus.

Balve – „Wir befürchten einen massiven Anstieg der Baukosten und eine massive Belastung der Kirchengemeinde in Balve“, sagte Kirchenvorstandsmitglied Ludger Terbrüggen.

Seit gut einem Jahr gibt es die Baustelle am Dechant-Löcker-Weg, wo der Ersatzneubau des Pfarrheims realisiert wird. Nach dem Richtfest im Juli laufen derzeit die weiteren Innen- und Außenarbeiten. Zu Beginn der Arbeiten hatten die Gemeinde und das Erzbischöfliche Generalvikariat in Paderborn mit Gesamtkosten für den Abriss des maroden Heims und den Neubau von rund 2,2 Millionen Euro gerechnet. Für die meisten Gewerke übernimmt das Erzbistum bis zu 75 Prozent der Kosten. „In Absprache mit Paderborn wird nun zu besprechen sein, wie hoch letztendlich der Anteil sein wird, den unsere Gemeinde zu tragen hat“, sagte Kirchenvorstandsmitglied Jürgen Känzler mit Blick auf die zu erwartende Kostensteigerung. Ludger Terbrüggen ergänzte: „Auch weiterhin rechnen wir mit massiven Preissteigerungen, weil Materialien jetzt nicht mehr so günstig zu beschaffen sind.“ Aber: „Auch in Paderborn wird eine solche Entwicklung gesehen.“ Es gelte, auf eventuelle Zugeständnisse des Erzbistums zu setzen.

„Wir schreiben jetzt das Mobiliar aus, das der funktionalen Nutzung unseres Pfarrheims entspricht“, so Jürgen Känzler. Es gelte, Tische, Stühle und Schränke so zu anzuschaffen, dass Fahnen und Urkunden der kircheneigenen Vereine wie Kolping und KFD, aber auch der Schützen ihren Platz finden, auf der anderen Seite aber genügend Möglichkeiten bleiben, Versammlungen und größere Veranstaltungen durchzuführen. „Unser Pfarrheim soll auf 460 Quadratmetern multifunktional genutzt werden.“

Im Erdgeschoss, so stellte Känzler den Grundriss vor, werde ein WC installiert, das von Kirchenbesuchern genutzt werden kann. Außerdem soll nach Fertigstellung des Gebäudes auf dieser Ebene ein Besprechungsraum, der „Raum der Stille“ für Andachten, der De-Cent-Laden, eine Küche und Garderobe, ein Werkraum und das Pfarrarchiv Platz finden. „In Absprache mit dem Erzbistum Paderborn wird das Archiv so angelegt, dass kein Tageslicht einfällt sowie die Lagerung der Bücher und Dokumente in Rollregalen erfolgt – und all dies mit eigener Belüftung“, so Känzler.

Im Obergeschoss, das auch barrierefrei erreicht werden kann, dominiert die Galerieebene, an die sich der große Saal und der Jugendraum anschließen. Außerdem wird es hier ebenfalls WC, Küche und Garderobe geben. „Auf dem Dach installieren wir eine Photovoltaikanlage, um den benötigten Strom selbst zu produzieren. Überschüssiger Strom landet in Speichern für eine spätere Nutzung“, erläuterte Känzler. Im Außenbereich soll eine Art kleines Amphitheater für Aufführungen und zum Verweilen angelegt werden. Eventuell wird vor dem Gebäude auch eine Ladestation für E-Bikes und Elektrofahrzeuge errichtet. „Aber hier laufen die Überlegungen noch“, sagte Terbrüggen, der sich mit dem Baufortschritt sehr zufrieden zeigte: „Noch sind wir dem Zeitplan etwa zwei Wochen voraus.“

Ziel sei es, im März das neue Pfarrheim einzuweihen. Zunächst soll am Sonntag, 22. August, ab 11.45 Uhr aber die Feier zur Grundsteinlegung nachgeholt werden. Der Männerchor Balve wird singen, auch Reden der Verantwortlichen sind geplant. „Der Grundstein aus unserem alten Pfarrheim aus dem Jahr 1962 wird im Neubau eingebaut.“, so Terbrüggen. Für Jürgen Känzler steht fest: „Unser neues Pfarrheim wird ein Statement für unsere Kirche und für Balve. Wir setzen damit ein Zeichen, dass wir unseren Glauben leben und dokumentieren.“

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