Pegasus fliegt durch eine glühende Optimum-Nacht

Der Auftritt von Pagasus war eines der Highlights der ersten Optimum Nacht der Show. ▪

WOCKLUM ▪ Feuriges Temperament, Tränen der Rührung, harte Kämpfe und ein Hauch von Poesie. Die 3 000 Besucher der ersten Optimum Nacht der Show durchlebten am Samstagabend ein wahres Wechselbad der Gefühle.

Von Lydia Machelett

Ein ganzes Jahr wurde dieser Abend von den Organisatoren vorbereitet, Showacts gesichtet und ausgewählt. Die Arbeit hat sich gelohnt: Minutenlanger Applaus und streckenweiser zu Tränen gerührte Zuschauer belohnten die Organisatoren rund um die Schmallenbergerin Claudia Waltermann.

Je später der Abend, desto spektakulärer die Schaubilder – so lässt sich der Verlauf des Abends wohl am ehesten Beschreiben. Er begann mit den „schwarzen Perlen“. Eine Kutsche, gezogen von vier pechschwarzen Friesen, gefolgt von vier gerittenen Friesen, machte den Auftakt. Das Programm zum Thema Blues Brothers sorgte für Stimmung, war reiterlich jedoch wenig anspruchsvoll.

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Optimum Nacht der Show

Doch die Show steigerte sich minütlich. Den Rappen folgten die kleinsten Pferde der Veranstaltung. Shetlandponys vor der Kutsche verzückten das Publikum. „Wir haben bei der Auswahl der Künstler Wert darauf gelegt, dass wir eine große Rassenvielfalt präsentieren. Das ist uns gelungen“, freute sich die Showchefin.

Rasant ging es weiter. Eine Schrecksekunde folgte wenig später. Im gestreckten Galopp präsentierten Stuntreiter ihre Künste. Kopfüber ließen sie sich vom Pferd fallen, um im gleichen Moment wieder aufzuspringen und sich direkt kopfüber an die Seite ihres rasenden Vierbeiners zu hängen. Begleitet vom tosenden Applaus präsentierten die vier Reiter immer schnellere und spektakulärere Stunts. Doch dann passierte es: Einer der Reiter hing kopfüber an der Seite seines Pferdes. Zunächst lief alles nach Plan. Doch das Pferd spielte nicht mit, galoppierte aus dem abgesperrten Bereich heraus. Dem Reiter gelang es nicht, sich wieder in den Sattel zu ziehen. Kopfüber hing der Reiter auch dann noch an der Seite, als das Pferd vom Platz in Richtung Ladengasse raste, wo es dann gestoppt wurde. „Der Reiter wurde zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht, konnte aber am selben Abend noch zurückkommen. Er hat nur Prellungen“, beruhigte Waltermann.

Nicht weniger rasant präsentierte sich das NRW-Landgestüt: Im gestreckten Galopp sorgte die ungarische Post, bei der eine Reiterin auf zwei galoppierenden Kaltblütern stand, für Stimmung. „Das Ziel der Reiterei ist die größtmögliche Harmonie zwischen Reiter und Pferd“, heißt es in den Richtlinien der Reitlehre. Wie dies in der Praxis aussieht, bekamen die Zuschauer mehr als einmal demonstriert.

„Die Schäferin“ war einer der Höhepunkte des Programms. Anne Krüger verstand es, mit minimalen Hilfen nicht nur ihr Pferd zu führen, sondern zugleich auch noch Ziegen und Hunde. Vom Pferd aus dirigierte sie ihre drei Ziegen beispielsweise auf das Dach eines Geländewagens oder ließ sie und die Hunde über Zäune springen.

Auch Dr. Angelika Trapert zeigte wie ein Reiter mit seinem Vierbeiner verschmelzen kann. Der Reiterin hat keine Beine, dennoch ritt sie Lektionen auf S-Niveau. Der Höhepunkt in Sachen Harmonie war jedoch der Auftritt von Pegasus. Mit großen, weißen und weit ausgebreiteten Flügeln trabte er mit seiner Reiterin in das Stadion. Mühelos und ohne Zügel schwebte der Fuchs durch das Viereck und präsentierte auch schwerste Lektionen. „Der sprang die fliegenden Galoppwechsel besser als Totilas. Das ist der Oberhammer“, kommentierte eine Zuschauerin. So war das Publikum bereits vor dem feurigen Abschluss Feuer und Flamme. Stimmungsvoll endete der Abend, die Firedancer präsentierten ein Feuerwerk der Tanzkunst. Immer wieder lösten sie bunte Raketen aus und brachten den Himmel über Wocklum zum Leuchten.

Claudia Waltermann nach der Show: „Der Abend war ein voller Erfolg. All die Mühen und Kosten haben sich wirklich gelohnt.“

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