Schulte gibt CDU-Vorsitz ab

Paukenschlag in Garbeck: Der "Kümmerer" macht Schluss

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Glückwunsch an den Nachfolger: Alexander Schulte (links) gratuliert Marco Volmer, der Schulte im Amt des Vorsitzenden nachfolgt.

Garbeck – Paukenschlag in Garbeck: Nach 15 Jahren als Vorsitzender der CDU Garbeck stellte sich Alexander Schulte während der Mitgliederversammlung am Donnerstag nicht mehr zur Wiederwahl, sondern machte Platz für Marco Volmer.

„Ich bin nicht amtsmüde“, sagte Alexander Schulte. Vielmehr habe er seit 1999 Verantwortung im Rat, zudem seit 2015 als stellvertretender Bürgermeister. „Aber ich habe gesehen, dass Marco großes Interesse hat, sich für die Garbecker Christdemokraten einzusetzen“, begründet Schulte den Wechsel. 

Im Doppelinterview berichten der alte und neue Vorsitzende über ihre politische Arbeit und die Ziele für die kommenden Jahre. 

Herr Volmer, herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Warum haben Sie sich entschlossen, Verantwortung als Vorsitzender für die CDU in Garbeck zu übernehmen? 

Volmer: Ich will anpacken und machen, und nicht nur reden. 

Was sind Ihre Ziele? 

Volmer: Die jungen Leute sollen für Politik gewonnen werden, denn wir machen Politik schließlich für unsere eigene Zukunft. Deshalb möchte ich ein Forum initiieren, bei dem über Ratssitzungen und eventuell auch die Haushaltsberatungen diskutiert wird. Wir wollen Meinungen hören. 

Herr Schulte, Sie haben Marco Volmer als Ihren Nachfolger für den Vorsitz der Garbecker CDU vorgeschlagen. Was machte Ihre Entscheidung aus? 

Schulte: Marco hat sehr viel Potenzial, die Politik im Dorf und in der Stadt voranzubringen. Er ist ein sehr guter Mann. 

Wie blicken Sie auf ihre 15-jährige Amtszeit zurück? 

Schulte: Viele Dorfveranstaltungen wurden mitgestaltet, viele Bürgerversammlungen organisiert. Wir haben den Kunstrasenplatz ermöglicht, aber auch, dass anderen Sportvereinen ein finanzieller Zuschuss zukommt. Außerdem entstand in dieser Zeit das Baugebiet an der Vogelstange. Nach wie vor suchen wir weitere Bauplätze. Sonst galt es für die Leute da zu sein. Ich war ein Kümmerer, der die kleinen Problemchen ins Rathaus trägt – und für Lösungen sorgt. 

Wie sehen Sie die bisherige politische Arbeit in Garbeck? 

Volmer: Wir müssen uns nicht verstecken, denn wir haben die Grundschule erhalten, dafür gesorgt, dass die Feuerwehr ein neues Gerätehaus bekommt und die Gestaltung der Ortsmitte angestoßen. 

Wo sehen Sie die CDU in den nächsten fünf Jahren? 

Volmer: Dann werden wir die Zukunft weiterhin so aktiv gestalten wie bisher. Wir sind nach wie vor auf jeder Veranstaltung in Garbeck präsent – wir sind vor Ort. Mit uns kann man in einen Austausch treten. 

Wie sehen Sie die CDU in Balve aufgestellt? 

Volmer: Wir haben eine noch ausbaufähige Zahl von mehr als 250 Mitgliedern. 

Warum haben Sie sich seinerzeit für politisches Engagement entschieden? 

Schulte: Weil dieser Einsatz wichtig ist. Und in der CDU habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt. Mein erstes Engagement war 1998 der Wahlkampf für den Bundestagskandidaten Gerhard Schmidt. Seit 1999 sitze ich im Rat – damals war ich das jüngste Mitglied. Es macht Spaß, sich für das Dorfleben einzusetzen. 

In Garbeck wurde sehr schnell ein neuer Vorsitzender gefunden. Im Bund wird es länger dauern. Wen wünschen Sie sich als neuen CDU-Bundesvorsitzenden? 

Volmer: Ganz eindeutig Friedrich Merz. Er bringt frischen Wind mit in die Politik – und ist nicht in die Vorgänger der der letzten CDU-Jahre involviert. Ich traue ihm zu, dass er zu anderen Parteien abgewanderte CDU-Wähler zurückgewinnen kann. 

Wer wäre der bessere Kanzlerkandidat? 

Volmer: Auch Merz, denn er ist rhetorisch sehr gut. Ich finde, dass der Kanzler zugleich auch der Bundesvorsitzender sein sollte. Das macht Entscheidungen einfacher.


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