Ein Fest für ganz Garbeck

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Bernward Lösse überreichte Alois Hoffmann die Garbecker Dorfplakette als Dank für sein langjähriges Engagement.

GARBECK -  „Danke für die überraschende, unverdiente und irrtümlich überreichte Auszeichnung“, so reagierte am Montag der mit der Garbecker Dorfplakette 2014 geehrte Alois Hoffmann scherzhaft. 26 Jahre lang war der Balver in der Garbecker Grundschule als Schulleiter tätig, und hat in dieser Zeit den Kindern vorgelebt, dass Schule und Kirche und Dorf zusammenarbeiten können und sollen.

Von Julius Kolossa

Dieser Meinung ist jedenfalls der Ortsausschuss als Ausrichter dieser Verleihung im Rahmen des Patronatsfest am Tag der Heiligen Drei Könige. Bernward Lösse, Vorsitzender des Ortsausschusses: „Auch nach Ihrer Pensionierung sind Sie dem Dorf Garbeck immer verbunden geblieben.“ Den Einsatz der vergangenen Jahre, wozu die Begleitung der Kommunionkinder bei der Fronleichnams-Prozession, die Neugestaltung des Schulhofs, die Mitwirkung bei Festen und Veranstaltungen sowie der aktiven Mitarbeit bei der „Sauberen Landschaft“, vergütete Garbeck mit der Dorfplakette als Zeichen des Dankes.

Darauf reagierte Alois Hoffmann, der eine Laudatio auf das Dorf aussprach: „Die Schüler und Eltern haben viel dazu beigetragen, dass sich Garbeck so entwickelt hat, wie es heute dasteht. Ich habe nur meinen Dienst als einer von acht Lehrern in den 26 Jahren ausgeübt – ich war ein Übender.“ Seinen Anteil beschrieb der Balver, der erste, der in 23 Jahren diese Garbecker Auszeichnung erhielt, humorvoll: „Ich habe als zugereister Balver nicht nur hier überlebt, sondern auch sehr gut gelebt.“

Das Patronatsfest war wieder einmal ein Fest von Garbeck für ganz Garbeck an einem Tag, den Bernward Lösse so beschrieb: „Ich freue mich darüber, dass wir uns heute, am Drei-Königs-Tag, der in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und in Garbeck ein Feiertag ist, hier in der Schützenhalle so zahlreich versammelt haben.“ Diesmal lag die Durchführung und Restauration in den Händen der Mitglieder des Ortsausschusses, zu dem alle Vereine gehören – und diese freuten sich über eine volle Halle. Voll war auch die Pfarrkirche Heilige Drei Könige, in der zuvor das Festhochamt mit Pfarrer Andreas Schulte, Pfarrer Friedel Tapprogge, Pastor Stefan Siebert, Pastor Stefan Schröder, Pastor und Schützen-Präses Jürgen Bischoff, Vikar Wilhelm Grothe und den Diakonen Josef Hültenschmidt und Gerd Eisenberg gefeiert wurde.

Der Musikverein „Amicitia“ Garbeck sorgte für die musikalische Begleitung – auch auf dem Weg zur Schützenhalle. Hier sammelten die Sternsinger zugunsten von Schwester Damians Schule in Kenia, die inmitten von 250 000 Slumbewohnern für 200 Kinder eine Oase des Lernens und Lebens werden soll. Schwester Damian, nach 33 Jahren erstmals wieder in ihrer Heimatgemeinde Garbeck stellte noch einmal ihre Arbeit vor. Dafür erhielt sie von der Katholischen Frauengemeinschaft einen Scheck in Höhe von 500 Euro als Erlös des Adventsbasars.

Neujahrsgrüße gab es von Ortsvorsteher Christoph Haarmann, der auf ein ereignisreiches Jahr zurückblickte: Schützenfest und Jubelschützenfest, ein neu eröffneter Lebensmittelmarkt, die Eröffnung der Ortsumgehung, Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses in Höveringhausen, 90 Jahre kfd und eine spontane Ehrenmal-Säuberungsaktion der Schützenbruderschaft. Für 2014 stünden über 80 Höhepunkte im Veranstaltungskalender Garbecks, sagte er. Herausragend werde die Umsetzung der Ergebnisse des Dorfentwicklungskonzeptes und die Fertigstellung des Kreisverkehrs-Braukessiepen.

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