Pastor Rudolf Paris hat noch viel vor

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Pastor Rudolf Paris wohnt seit dem 1. Dezember wieder in Balve. Dort möchte er weiterhin seelsorgerisch tätig sein.

BALVE -  „Viele Erinnerungen werden wach“, sagt Pastor Rudolf Paris im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit dem 1. Dezember hat er wieder eine Wohnung in Balve, im Haus seines Schwagers Werner Traud – und ist hier sehr zufrieden. Viele Jahre hat der 82-Jährige im Ruhrgebiet, zuletzt in Essen-Kray, gelebt.

„Die Aussicht auf eine Wohnung im Haus meines Schwagers gab den Ausschlag dafür, wieder ins Hönnetal zu ziehen,“ erzählt der Geistliche im Ruhestand. Geboren in Erwitte, wuchs Rudolf Paris in Menden auf. Nach dem Abitur studierte er von 1951 bis 1956 Theologie in Paderborn. Hier wurde er im Hohen Dom zum Priester geweiht. Das Primiz-Geschenk der St. Walburgus-Gemeinde, ein Kreuz, hat ihn an all seine Wirkungsstätten im damals gegründeten „Ruhr-Bistum“ begleitet. In Balve hat das Kruzifix nun einen Ehrenplatz neben seinem Schreibtisch.

In allen Kirchen und Kapellen des Pastoralverbundes – bis auf Langenholthausen – hat Paris schon mindestens eine Messfeier gehalten. „Die renovierte St. Blasius-Kirche ist am beeindruckendsten“, stellt er begeistert fest. Stets freue er sich auf die Begegnung mit den Menschen in der Stadt und den Dörfern. Und auch vom Pastoralteam hat er einen positiven Eindruck: „Alle arbeiten gut zusammen.“

Mit großem Interesse verfolgt auch der 82-Jährige das aktuelle Geschehen nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI.: „Ein Mann, der viel Respekt und Achtung verdient,“ betont Paris. Gesehen hat er Ratzinger als Student in München und später im Rahmen diverser Rom-Reisen. Einmal trafen beide zusammen, in der Sakristei der Kirche am Deutschen Friedhof im Vatikan: „Er hatte gerade eine Messfeier zelebriert, ich bereitete mich auf eine vor.“ Mehr als ein kurzer Austausch sei aber nicht möglich gewesen. Pastor Paris ist gespannt auf die Zukunft mit dem neuen Papst, für den es viele Notwendigkeiten zu beachten gäbe, habe doch die europäischen Kirche ebenso Probleme und Ansprüche wie Afrika und Lateinamerika.

Zuversicht ist er bezüglich der Ergebnisse der Bischofskonferenz: „Die Probleme werden angepackt und das Mögliche wahr gemacht.“ Allzu schnelle Durchbrüche seien aber nicht zu erwarten, vielmehr sei Geduld erforderlich. „Auch die Ökumene wird nicht von morgen an möglich sein,“ glaubt Paris.

Soweit es seine Gesundheit zulässt, will er in Balve seelsorgerisch tätig sein – genau wie Pastor Franz-Josef Aßmann, der ab April ebenfalls wieder in Balve wohnen wird (wir berichteten).

Auch auf die Treffen mit diesem Ruheständler, der als Pfarrer in Herdringen tätig war, freut sich Paris. Zurzeit plant er aber eine Fahrt nach München. Zu seinen weiteren Zielen stellt er fest: „Ich will tun, was der Herrgott verlangt.“

Von Julius Kolossa

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