Pastor Bischoff als Stadtseelsorger eingeführt

Jürgen Bischoff als neuer Malteser Stadtseelsorger segnet das neue Mannschaftsfahrzeug.

Mellen - Pastor Jürgen Bischoff ist am Samstag in sein neues Amt als neuer Malteser-Stadtseelsorger eingeführt worden. Vorab hatte Erzbischof Hans-Josef Becker dieser Ernennung zugestimmt, die mit der Übergabe der Berufungsurkunde durch Markus Ickler, Kreis- und Stadtbeauftragter, während der Vorabendmesse in der St.-Barbara-Kirche offiziell bestätigt wurde.

Dazu gab es eine Stola, die in Lourdes während der dortigen Wallfahrt angefertigt wurde. Damit segnete der Geistliche das neue Geräte- und Mannschaftstransportfahrzeug. Dieser VW ersetzt damit einen anderen Transporter derselben Marke, der nun für die Jugend und als Reserve-Fahrzeug weiterhin in Diensten des Malteser Hilfsdienstes (MHD) bleibt.

Mit Pastor Jürgen Bischoff haben die Balver einen Geistlichen an ihrer Seite, der seinerzeit sechs Jahre lang als Malteser-Seelsorger in Borchen tätig war. Die Stelle in Balve als Stadtseelsorger hatte bisher Propst Dr. Reinhard Richter, ehemaliger Balver Pfarrer und Vorgänger von Andreas Schulte, inne.

Nach der Vorabendmesse fand die Jahreshauptversammlung im Pfarrheim statt, wo die Leistungsberichte aus den verschiedenen Gruppen einen großen Teil der Tagesordnung ausmachten. 2047 Stunden wurden im Katastrophenschutz, 315,5 Stunden im Sanitätsdienst und 2362 Stunden im Notfalldienst geleistet. 10 296 Essen wurden im vergangen Jahr an 48 Personen ausgeliefert. In 2014 sind es bisher 6750 Mahlzeiten an 47 Personen. Seit 1978 wurden 424 004 Essen ausgefahren. Markus Ickler, Kreis- und Stadtbeauftragter, freute sich über die von unabhängiger Seite festgestellte Qualität der Leistung, die ehrenamtlich umgesetzt werde, während die angesetzten Maßstäbe an hauptamtlichen Kräften gemessen werden. Gesucht würden weitere Fahrer; bisher gäbe es 22.

Steigend sei die Zahl der Kurse und Teilnehmer in der Breitenausbildung, wozu beispielsweise der Bereich Erste Hilfe gehört. Auf hohem Niveau ist auch die Sozialpflegerische Ausbildung. Markus Ickler wies darauf hin, dass alle Absolventen einen Arbeitsplatz bekommen hätten.

Der Besuchs- und Begleitservice sei mit Claudia Kaluza als neuer Leiterin gut aufgestellt. Sechs Frauen und ein Mann stünden nun für diese Aufgaben bereit. „Uns fehlen jetzt die Anfragen, obwohl wir eigentlich einen großen Bedarf sehen“, stellte dazu Markus Ickler fest. Stolz sind die Malteser auch auf ihre Jugendabteilung mit 28 Mädchen und Jungen. Diese fuhren am Mittwoch 946 Kilogramm Kastanien zu Haribo, um diese gegen Süßigkeiten einzutauschen. Und diese werden an den Sozialmarkt De-Cent-Laden gespendet.

Viele Altkleider werden bei den Mitgliedern des MHD abgegeben. Diese bringen die Spenden wöchentlich zur St. Franziskus-Unterkunft in Deilinghofen. Nach Bundesgesetz, so Markus Ickler, seien Altkleider als Müll anzusehen; von der Stadt und dem Kreis werde die Sammelaktion geduldet, obwohl diese als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann. Ickler: „Wir machen weiter, denn das, was bei uns abgeliefert wird, wird an anderer Stelle dringend benötigt.“

Drei Ehrungen für aktive Mitglieder wurden ebenfalls vorgenommen. Ursula Harddegen bekam eine Auszeichnung für 20-jährige, Sandra Dransfeld und Kirsten Dranfeld für zehnjährige Mitgliedschaft im Malteser Hilfsdienst.

Von Julius Kolossa

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