Papst hat viele Fans in Garbeck

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Beim Besinnungstag diskutierten 14 Frauen über Papst Franziskus. Einig waren sie in ihrer Sympathie für das Oberhaupt der katholischen Kirche.

GARBECK - 14 Frauen kamen am Dienstag beim Besinnungsnachmittag der kfd Garbeck über Papst Franziskus in Gespräch. „Seit 167 Jahren ist mit ihm als Jesuit wieder ein Ordensangehöriger von den Kardinälen zum Nachfolger Petri gewählt worden“, stellte ihn Pastor Jürgen Bischoff vor.

Ein Papst, der das Gastwohnheim den Papstgemächern vorziehe, der sich mit den Vatikanangestellten in der Kantine zum Essen anstelle, der das Papamobil in der Garage stehen lasse und sich auch mit Bus und Straßenbahn fahren ließe – „sein unkompliziertes Auftreten lässt ihm die Herzen der Menschen zu fliegen“, so Pastor Bischoff.

Nach wie vor trage der Papst, 2001 zum Kardinal geweiht, sein damals angelegtes Brustkreuz aus Eisen und nicht, wie bei seinen Vorgängern üblich, eines aus Edelmetall. Sein Fischerring sei aus vergoldetem Silber: „Es muss bei ihm nicht alles Gold sein, was glänzt.“

Jorge Mario Bergoglio hätte mit seinem Papstnamen Franziskus eine neue Zeit in der katholischen Kirche eingeleitet: zurück zu den Menschen, Bescheidenheit vorleben. Pastor Bischoff: „Bei ihm finden Begegnungen ohne Berührungsängste statt.“

Schnell kamen die Teilnehmer des Besinnungstages in die Diskussion über das bisher Erreichte und noch Mögliche des Papstes. Gewünscht wurde ihm von den Garbeckerinnen viel Durchsetzungsvermögen innerhalb der Kurie. Dort habe er mit den Kindesmissbrauchsfällen und der Vatikanbank zwei große Baustellen vorgefunden, die er abzuarbeiten habe.

Auch die Zustände in Limburg wurden beim Besinnungstag angesprochen: Alle Anwesenden waren gespannt auf die Reaktion des Papstes.

Von Julius Kolossa

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