Gesellschaft und Kultur

Schützen sollen „das Beste daraus machen“

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Auch Pater Pius (2. von links) gönnte sich im Rahmen des abgespeckten Schützenfestes noch ein Bier.

Mellen - Ein sehr abgespecktes Schützenfest musste auch in Mellen gefeiert werden.

– „Dankeschön“, sagte der Vorsitzende der St. Hubertus-Schützen, Markus Blöink, als am Samstag der Kranz zum Gedenken der Gefallenen und Vermissten der Schützenbruderschaft in den beiden Weltkriegen nieder gelegt worden war. Der Musikverein Balve unter der Leitung von Philipp Cramer spielte dazu – und das war es dann auch schon mit dem diesjährigen Schützenfest in Mellen. Mehr war auch in diesem Dorf wegen der Einhaltung aller Vorschriften rund um die Corona-Pandemie nicht drin. „Es passt nicht“, war von Seiten der Schützen und der Mellener zu hören, denen vor der Kirche noch ein Bier von den Schützenbrüdern ausgegeben wurde. Zu viel Abstand, der eingehalten wurde, und zu wenig Gemeinsamkeit, was ein Schützenfest ausmacht. „Wir müssen das Beste daraus machen“, betonte das Königspaar Christian und Sabine Becker. Zu Ehren der Majestäten spielte der Musikverein Balve einige Lieder, die ein wenig für Schützenfeststimmung sorgten. „Wir feiern Schützenfest dieses Jahr anders als üblich“, stellte Pater Pius beim Schützenhochamt auf der Wiese neben der Kirche fest.

Mit neuen Realitäten leben

 „Es sind nicht drei Tage, sondern nur dieser eine Tag.“ Dabei würde deutlich, dass Bruderschaft und Kirche eine Einheit bilden würden, denn der „Glaube“ stünde im Leitspruch an der ersten Stelle. Die letzten Monate, so sagte es der Geistliche, hätten eben gezeigt, dass der Mensch nicht allmächtig sei, sondern sich in einer neuen Realität wiederfinden und leben lernen musste. „Heute feiern wir anders, aber wir feiern.“ Dies sei ein Geschenk Gottes. 

Mellen feiert abgespecktes Schützenfest

„Schöpfen wir Kraft aus unserem Glauben heraus, und geben diese weiter an Kinder, Jugendliche und solche, die der Kirche fernstehen“, sagte Pater Pius. Nach dieser Open-Air-Messe – der vierten von sieben Schützenmessen in der Stadt und den Ortsteilen – folgte schließlich das Gedenken am Ehrenmal. Der Vorsitzende der Schützenbruderschaft Markus Blöink sagte im Rahmen der Gedenkveranstalung: „Corona gehört zu unserem Alltag und bestimmt ihn. Aber wir dürfen die Verstorbenen nicht vergessen, die in den Weltkriegen gefallen sind. Ihre Namen dürfen nicht in Vergessenheit geraten.“

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