Ortsmitte Garbeck: Darum geht das Warten weiter

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Die Garbecker Ortsmitte soll neu gestaltet werden. Bis die Arbeiten beginnen können, wird es allerdings noch einige Zeit dauern.

Garbeck - Die Garbecker warten seit Jahren darauf, dass ihre Ortsmitte einen neuen Zuschnitt erhält, um so für alle Generationen mehr Aufenthaltsqualität zu bieten – und die Garbecker werden auch noch länger auf den Beginn der Arbeiten warten müssen.

Denn der 2018 von der Stadt Balve bei der Bezirksregierung Arnsberg in dieser Sache gestellte Förderantrag aus dem Dorferneuerungsprogramm wurde von der Behörde zwar bewilligt, vom für die finanzielle Förderung zuständigen Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung allerdings zurückgewiesen. 

„Die Förderhöchstgrenze wurde überschritten“, sagte Robert Vornholt, Sprecher des Ministeriums, auf Anfrage. Denn der Antrag über die Neugestaltung von Garbecks Ortsmitte hatte ein Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro. Beantragt wurde eine Teilförderung von etwa 760 000 Euro. „Es werden durch das Ministerium aber maximal 250 000 Euro bewilligt“, erklärte Vornholt. Balve habe daher die Fördervoraussetzungen nicht erfüllt, „denn die Summe wurde erheblich überschritten.“ 

Suche nach konstruktiven Lösungen

Damit allerdings sei das Projekt nicht endgültig gestorben. Stattdessen gelte es gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Dies soll in einem ersten Schritt am 15. August geschehen. An diesem Tag wird Bürgermeister Hubertus Mühling in großer Runde mit Mitarbeitern der Bezirksregierung, Garbecks Ortsvorsteher Christoph Haarmann und Balves Bauamtsleiter Hartmut Scharf in dieser Sache beraten. Diesen Termin nannte am Dienstag auf Anfrage Michael Bathe als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. 

Anfang dieses Monats hatte der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Marco Voge in einer schriftlichen Stellungnahme zum Projekt Ortsmitte zudem einen Gesprächstermin zwischen der Balver Stadtspitze und Vertretern des Landesministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Düsseldorf in Aussicht gestellt, ohne allerdings einen konkreten Termin nennen zu können. 

UWG "in Sorge"

Zuvor hatte die Unabhängige Wählergemeinschaft Balve (UWG) erklärt, das Großprojekt „mit Sorge“ zu betrachten, weil sich in Garbeck seit Jahren nichts tue. Die UWG hatte die heimischen Abgeordneten Voge und Inge Blask (SPD) aufgefordert, sich in der Landeshauptstadt für die Umsetzung dieser Maßnahme einzusetzen. 

Bereits beim Patronatsfest im Januar hatte Ortsvorsteher Haarmann erklärt, dass sich die Erneuerung der Dorfmitte erneut verschieben werde, weil die Finanzierung durch Fördermittel noch nicht geklärt sei: „Bei unserer Maßnahme ist das ein bisschen komplizierter als bei anderen, deshalb dauert es noch einige Zeit.“ 

Abgeordneter Voge hatte zuletzt schriftlich mitgeteilt, es sei „ein wichtiger Schritt“, jetzt alle Beteiligten zu Gesprächen an einen Tisch zu holen. Zugleich attestierte er Bürgermeister Mühling und der Stadtverwaltung, „eine super Vorarbeit“ geleistet zu haben.

Das Projekt

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits Mitte 2018 beginnen. Im Rahmen dieses Großprojektes geht es unter anderem darum, Teile des Garbachs entlang der Märkischen Straße im Ortszentrum freizulegen. Die Garbecker sollen eine Art Dorfplatz mit Sitzgelegenheiten erhalten. Auch Spielmöglichkeiten für Kinder mit Zugang zum Garbach sind geplant. Damit einher geht die Veränderung der innerörtlichen Straßenführung: Die Märkische Straße soll zur verkehrsberuhigten Zone umgebaut werden.

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