Orden für den Ortsvorsteher

Orden für den Ortsvorsteher in Garbeck

Garbeck - Eine Verleihung des „MGV-Verdienstordens 2015“, bei dem das Publikum in der Garbecker Schützenhalle dem Preisträger mit stehendem Beifall huldigte und die erste von den „Hellen Köppen“ verlorene Wette waren am Samstag die Höhepunkte vom MGV-Karneval.

„Raus aus dem Teufelskreisverkehr“ lautete das diesjährige Motto, zu dem die Sänger ein 14-teiliges Programm erstellt hatten.

Dazu gehörten die „Fundstücke des Jahres“, das „Lieblingssträßchen“, das „Lied von einem Kreisverkehr“ und der „Autowaschtag bei den HK“. Weil die „Hellen Köppe“ ihre Augen und Ohren überall haben, wenn etwas Besonderes im Dorf passiert, sind bei ihren Karnevalsveranstaltungen immer Überraschungen garantiert. Bekannte Lieder werden für Ereignisse mit heimischen Akteuren getextet und vorgetragen – und diese werden natürlich namentlich erwähnt, so ist es Tradition.

So war es beim „Garbke-Medley“, als „Flocke“ und „Bernie“ bei einem Junggesellenabschied am Rhein im Mittelpunkt standen, dann bei Michael Bathes Missgeschick beim Currywurstessen, und Michael Vollmers Begegnung mit „Himbeergeist“ beim 40. Geburtstag in der „verbotenen Stadt“.

Zum ersten Mal einkaufen, und dies bei „Groten“, war Hubert Priggel. Dies war den Sängern eine Würdigung wert, bei der der erwähnte Garbecker selbst aus dem Lachen nicht mehr herauskam.

Musikalisch war die Laudatio für den Ordens-Träger: „Ja so kennen wir unseren Immel, Dauerbrenner und auch Dauerläufer.“ Der Ortsvorsteher und Mützenverkäufer Christoph Haarmann bekam diese höchste Auszeichnung für seinen Einsatz beim Prozess um den Kreisverkehr. Sichtlich gerührt war Haarmann, der sich die Tränen aus den Augen wischen musste, als alle Besucher dieser Veranstaltung sich von ihren Plätzen erhoben, und ihm stehende Ovationen spendeten. „Ich danke Euch, dass Ihr hinter mir steht“, sagte Haarmann. Und: „Danke Garbeck – ich mache das gerne für uns.“ Den Orden hätten aber auch seine Frau Ulla und die Kinder verdient. Gesungen wurde auch mit dem Ordensträger: zunächst „Blau und Weiß“, dann das „BVB“-Lied, in Anspielung auf den ersten Spieltag der Rückrunde für Dortmund-Fan Immel „Time to say goodbye“ und schließlich „You‘ll never walk alone“.

Verloren haben die „HK“, gewonnen hat Pastor Jürgen Bischoff, der mehr als die erforderlichen fünf Leute der Kirchengemeinde mit auf die Bühne brachte, und „Wenn das Trömmelken ruft“ mit ihnen sang. Dazu spielte der Geistliche, erfahrener Trommler, das entsprechende Instrument. „Meine Schäfchen haben mich nicht im Stich gelassen“, schmunzelte er über das große Gefolge, das ihn auf die Bühne begleitet hat.

Und auch „Telefonspaß“ gehörte mit zum Programm: hier war Alexandra Lohmann das Opfer. Im Dezember hatte sie ihren neuen Job bei der Friedhofsverwaltung bei der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl angetreten, was die „HK“ zum Anlass nahmen, ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen. Der Live-Mitschnitt zeigte, dass es ein harmloser Spaß war, von dem die Hereingelegte beim Anruf nichts mitgekriegt hatte. Es ging darum, dass ein Grab für eine 93-jährige Tante gekauft werden sollte. Dabei musste Alexandra Lohmann, als sie das Gespräch noch einmal hörte, am lautesten lachen.

Von Julius Kolossa

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