Inzidenz liegt unter 100

Öffnungen ab Pfingstsonntag möglich? Gastronomen bereiten sich vor

Ein Bild aus dem Mai vergangenen Jahres: Im Außenbereich des Hotels Zur Post in Eisborn durften Gäste bewirtet werden. So könnte es ab Pfingstsonntag wieder sein.
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Ein Bild aus dem Mai vergangenen Jahres: Im Außenbereich des Hotels Zur Post in Eisborn durften Gäste bewirtet werden. So könnte es ab Pfingstsonntag wieder sein.

Die Sieben-Tages-Inzidenz lag auch am Mittwoch – und damit den dritten Werktag in Folge – mit 94,3 unter der wichtigen 100er-Grenze. Bleibt dies auch am Donnerstag und Freitag so, wären fünf Tage in Reihe erreicht und die Bundesnotbremse im Kampf gegen die Corona-Pandemie würde für den Märkischen Kreis nicht mehr greifen.

Am übernächsten Tag, dem Pfingstsonntag (23. Mai), dürften dann Gastronomen unter Einhaltung der Corona-Regelungen ihre Außenbereiche wieder öffnen und auch touristische Übernachtungen in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen wären wieder möglich.

Nach Monaten des Lockdowns, in denen die Betriebe komplett geschlossen waren oder maximal mit Außer-Haus-Verkauf versuchten sich über Wasser zu halten, fiebert die Gastro- und Tourismusbranche in Balve dem Pfingstsonntag entgegen.

Bislang nur To-go-Service

„Endlich wieder Leben bei uns – wenn auch vorerst im Biergarten“, hofft Maria Vanselow, Junior-Geschäftsführerin des Hotel-Restaurants Haus Recke in Binolen, ab Ende der Woche endlich wieder durchstarten zu dürfen. „Denn bisher war es sehr ruhig bei uns.“ Das Tagesgeschäft mit den Gästen und Touristen, die ihre Autos auf den Parkplätzen im Hönnetal abstellten, fiel 2021 bislang komplett ins Wasser. Um zumindest ein paar Einnahmen verbuchen zu können, bietet das Haus Recke seit einigen Wochen einen To-go-Service mit Bratwurst, Pommes, Waffeln und Kaffee an. Und am Wochenende kann nach Karte bestellt und das Essen vor Ort abgeholt werden.

Das Haus Recke in Binolen: Ab Pfingstsonntag könnte auf dem Parkplatz des Hotel-Restaurants wieder deutlich mehr Betrieb sein.

„Uns fehlt der gewohnte Kontakt mit den Gästen. Bislang dürfen wir ja nur Geschäftsreisende beherbergen“, sagt Maria Vanselow. Zusammen mit ihren Eltern Ulrich und Annette Vanselow hat sie deshalb nicht nur täglich die Entwicklung der Sieben-Tages-Inzidenz im Blick, sondern schaut auch auf die Wettervorhersage. Für das Pfingstwochenende versprechen diese bislang zwar allenfalls durchwachsenes Wetter, Vanselow sagt aber dennoch: „Unser Biergarten ist bereit.“

Alles vorbereitet für die Saisoneröffnung

Für die Saisoneröffnung im späten Mai wäre alles vorbereitet – wenn die Inzidenz weiter mitspielt. Neue Sitzgarnituren sollen dafür sorgen, dass sich die Gäste wohlfühlen. Auch das Personal stehe in den Startlöchern, Speisen und Getränke seien gekauft beziehungsweise bestellt.

„Mit der Öffnung hatte ich schon zu Ostern gerechnet“, sagt Klaus Dornsiepen, Inhaber des Hotel-Restaurants „Zur Post“ in Eisborn. Corona machte den Planungen des Hoteliers damals noch einen Strich durch die Rechnung. Nachdem die Kreisinzidenz zuletzt aber rasant bis unter die 100er-Marke gefallen war, ist die Hoffnung bei Dornsiepen zurück. „Jetzt sieht es ganz gut aus – obwohl: Die 100er-Grenze habe ich immer im Blick. Steigt die Inzidenz in dieser Woche auch nur einen Tag über diesen Wert, ist Pfingsten für uns Gastronomen gelaufen“, sagt Dornsiepen. Denn in diesem Fall würden die erforderlichen fünf Werktage neu gezählt, sobald die Inzidenz wieder unter 100 fällt.

Wetter ist ein wichtiger Faktor

Für den „Post“-Chef hängt zwar wie für seine Kollegen alles davon ab, dass die Region zweistellig bleibt. Ebenso wichtig ist für ihn aber auch das Wetter. „Kein Mensch setzt sich bei Regen in den Biergarten“, glaubt er, dass die Menschen nicht „um jeden Preis“ wieder zu den Gastronomen strömen. „Was wir neben niedrigen Ansteckungszahlen noch brauchen, ist trockenes und warmes Wetter.“ Dieses ist bislang allerdings nicht in Sicht. „Das Frühjahr jedenfalls war schlecht wie selten“, sagt Dornsiepen. Dennoch gelte es nun, sich darauf einzustellen, wieder Gäste bewirten zu dürfen. Dornsiepen: „Dann müssen wir kontrollieren, ob unsere Gäste aus der Gruppe der drei „G“ kommen: Getestete, Geimpfte und Genesen.“ Ist diese Vorgabe eingehalten, stünde einem weiteren „G“ nichts mehr im Wege: „Die Gäste sollen dann genießen.“

Insgesamt 60 Sitzplätze möchte Dornsiepen im Außenbereich anbieten und zur Kontaktnachverfolgung auch die Luca-App einsetzen, die Daten im Fall einer Corona-Infektion digital an das Kreisgesundheitsamt übermittelt. „Ja, diese App ist für die Gastronomen im gesamten Märkischen Kreis nutzbar“, bestätigte Hendrik Klein, Pressesprecher des Kreises.

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