Bundestagswahl 2021

Nur eine Stimme fehlte: Niederlage spornt Yalcin Geyhan weiter an

Yalcin Geyhan fehlte letztlich nur eine Stimme, um für die SPD als Direktkandidat bei der Bundestagswahl im Herbst antreten zu dürfen.
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Yalcin Geyhan fehlte letztlich nur eine Stimme, um für die SPD als Direktkandidat bei der Bundestagswahl im Herbst antreten zu dürfen.

Nur eine Stimme fehlte dem Balver Yalcin Geyhan am Samstag bei der Aufstellungsversammlung des SPD-Unterbezirks Märkischer Kreis in Neuenrade, um als Nachfolger von Dagmar Freitag für die Sozialdemokraten bei der Bundestagswahlkampf im Herbst als Direktkandidat im heimischen Wahlkreis 150 (MK II) antreten zu dürfen.

Letztlich machte die Brandenburgerin Bettina Lugk, die vom Ortsverein Hennen-Kalthof vorgeschlagen worden war, mit 20 zu 19 Stimmen bei einer Enthaltung das Rennen. „Ich ziehe aus diesem knappen Ergebnis viel Energie“, sagt der 31-jährige, der im Vorfeld als klarer Außenseiter galt.

Geyhan, der in Balve im Stadtrat sitzt und als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Beisitzer im Ortsverein aktiv ist, überraschte der knappe Wahlausgang jedoch nicht. Er habe viel Energie in seinen Wahlkampf gesteckt. Dass es am Ende nicht ganz gereicht hat, enttäusche ihn zwar, doch er betont auch: „Ich habe neben dem Balver noch 18 weitere Delegierte für mich überzeugen können.“

Im Vorfeld offensichtlich nicht viel falsch gemacht

Dabei sei er im Vorfeld im schlechtesten Fall von 14 Stimmen für sich ausgegangen: „Bei einem guten Verlauf hätte ich eine ganz knappe Mehrheit erzielt.“ Dass jedoch nur eine Stimme den Unterschied ausmachte, lässt Yalcin Geyhan zu dem Schluss kommen, bei dem knappen Ergebnis nicht viel falsch gemacht haben zu können.

Die Enttäuschung über diese Niederlage währte dann auch nicht lange, denn vielmehr sei durch das Ergebnis sein Ehrgeiz geweckt worden und er habe nun noch mehr Lust als ohnehin schon, sich politisch zu engagieren. Geyhan ist jetzt weiter für die SPD als Sachkundiger Bürger im Kreistag und als Beisitzer im Unterbezirksvorstand der SPD, außerdem in Balve als Ratsherr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Beisitzer im Ortsverein aktiv. „Das ist mein Plan B, und daran halte ich auch fest“, sagt er.

Großes Lob an seinen Ortsverein

Dazu gehört auch, „seinen“ Balvern ein großes Lob für die Unterstützung im Wahlkampf um die Freitag-Nachfolge auszusprechen. „Sie haben mich die ganze Zeit super unterstützt.“ Der Kommunalpolitiker denkt an ereignisreiche Wochen und Tage zurück, die jedoch stets von einem Wahlkampf mit Bettina Lugk geprägt waren, den er als immer respektvoll und fair in Erinnerung hat. „Ich habe Bettina Lugk nach ihrer gewonnenen Wahl gratuliert, ihr meine Unterstützung zugesagt“, so Geyhan. „Sie hat mir zugesagt, für einige Projekte die Zusammenarbeit mit mir zu suchen.“

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