Noch keine Genehmigung für Trostwald in Wocklum

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In der Nähe von Schloss Wocklum soll ein Trostwald entstehen, in dem Grabstätten geschaffen werden.

Balve - Die Stadt Balve hat in Sachen „Trostwald Sauerland-Balve“ ihre Hausaufgaben gemacht, der Märkische Kreis noch nicht

Während der Ratssitzung am Mittwoch teilten Bürgerrneister Hubertus Mühling und Stadtjuristin Cindy Korte mit, dass die Genehmigung für den am 26. März im Schloss Wocklum unterzeichneten Vertrag bisher noch nicht im Kreishaus in Lüdenscheid erteilt worden sei. 

Grund dafür sei eine „interne organisatorische Verzögerung“ aufgrund von Personalmangel im Kreishaus. Die Juristin stellte aber auch fest, dass der Kreis seine Zustimmung zu diesem Projekt signalisiert habe. 

Zustimmung bereits signalisiert

Den Ratsmitgliedern dagegen lag schon die Nutzungsordnung vor, die einstimmig beschlossen wurde. Verwaltet wird die 50 Hektar große Fläche von der Landsberg Betriebs- und Immobilien GmbH, Träger ist die Stadt Balve. Bestattet wird dort jeder, der ein Nutzungsrecht an einer Baumgrabstätte in diesem Mischwald mit unterschiedlich alten Baumarten erworben hat. Möglich ist ein Einzelplatz, aber auch Partnerbäume und Familienbäume mit jeweils bis zu zwölf Bestattungsplätzen stehen zur Verfügung. 

Die Bestattungsflächen werden als Waldfriedhof genutzt, in dem biologisch abbaubare Urnen mit der Asche der Verstorbenen im Wurzelbereich beigesetzt werden. Die Beisetzung wird vom Trostwald-Betreiber in Abstimmung mit den Angehörigen vorgenommen. Um den Wald so zu lassen, wie er ist, dürfen die Bäume weder geschmückt noch in anderer Form verändert werden. Auch Grabmale, Gedenksteine, Kränze, Grabschmuck, Kerzen oder Lampen sind nicht zugelassen. Die forstliche Bewirtschaftung erfolgt wie bisher unter Rücksichtnahme auf die Bestattungswald-Bäume – Grabpflege ist untersagt. 

Einzelbestattung soll rund 500 Euro kosten

In einem Register sind alle Bäume registriert; jeder Baum erhält eine Nummer. Außerdem sind Markierungsschilder erlaubt. Im Balver „Trostwald“ liegt der bisher noch grob angegebene Preis bei 500 Euro für eine Einzelbestattung in kompostierbarer Urne.

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