Nikolauszug durch Beckum

+
In der Schützenhalle wurden nach dem Umzug die Stutenkerle verteilt.

Beckum - Das Interesse an der Tradition des Nikolauszuges ist in Beckum weiter ungebrochen. Am Mittwochabend waren wieder viele Familien mit dabei. Startpunkt war dabei erstmals das neue Integrationszentrum. Nach dem Umzug durch den Ortsteil gab es für den Nachwuchs Stutenkerle in der Schützenhalle.

„Hier bin ich früher selbst mit der Laterne mitgelaufen“, erinnert sich Björn Freiburg daran, wie er als kleiner Junge ganz aufgeregt dem Nikolauszug in Beckum gefolgt war. Warm eingepackt hatte er damals am Pfarrheim darauf gewartet, dass der Nikolaus aus dem Pfarrheim kommt, um mit vielen anderen Kindern und selbst gebastelten Laternen mit damals noch echten flackernden Kerzen durch die Straßen zu ziehen. 

Ein Knopfdruck und die Laterne leuchtet wieder

In der Schützenhalle gab es dann vom Nikolaus einen Stutenkerl. Diese Tradition wird in vielen Familien weiterhin gepflegt. So am Mittwoch wieder. Und natürlich war auch Björn Freiburg wieder dabei. Mit seiner Familie war er mittendrin in der Menge von Kindern, Eltern und Laternen in der Nähe des heiligen Mannes. 

Die Lichter sehen immer noch wie Eulen, Monde, Enten, Gänse oder auch Schiffe aus, sind inzwischen aber batteriebetrieben. Vorbei sind die Zeiten, als der Nachwuchs bei seinen Eltern um Feuer bitten musste, weil die Kerze mal wieder vom Wind ausgeblasen worden war. Heute genügt ein Knopfdruck, und die bunte Laterne leuchtet wieder. 

Jugendfeuerwehr und Musikverein sind mit dabei

Zum ersten Mal trafen sich Jung und Alt zum Nikolauszug am Integrationszentrum, hat dieses doch das Pfarrheim als Veranstaltungsort abgelöst. Von dort zogen Nikolaus und Knecht Ruprecht durch das Dorf. An ihrer Seite gingen Jugendfeuerwehrleute mit Fackeln, dahinter spielte der Musikverein. 

„Das werden jedes Jahr mehr Teilnehmer“, staunte ein Mädchen, als es sich in einer Kurve umblickte und auf den endlos scheinenden Zug schaute. Und doch war für jeden Teilnehmer wieder ein Stutenkerl vorrätig. 300 Stück hatten Ortsvorsteherin Julia Jost und die St.-Nikolaus-Kirchengemeinde bestellt, die schließlich auch alle einen Abnehmer fanden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare