Niklas Vögeding ist erster Forstinspektoranwärter der Geschichte der FBG

+
Forstinspektoranwärter Niklas Vögeding bei der zweiten Baumpflanzaktion der Grundschule Garbeck. Bis zur praktischen Prüfung im September lernt er das Sauerland und seine Natur kennen.

Balve - Niklas Vögeding ist ein Praktiker. Wenn der studierte Förster im Wald aktiv mit der Natur arbeitet, ist er in seinem Element. Doch er will die Karriereleiter weiter hinauf steigen, und nimmt dafür noch ein Jahr des Lernens in Kauf. Dieses Jahr als Forstinspektoranwärter absolviert er im 1100 Hektar großen Revier der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Balve – Der 28-Jährige ist damit der Erste in der Geschichte der FBG.

Angeleitet von Revierförster Richard Nikodem lernt der gebürtige Lübbecker (Ostwestfalen) das Sauerland kennen. „Von Balve wusste ich bisher nichts“, gab Vögeding zu, dass er von der Hönnestadt mit ihrer Höhle weder das Schützenfest, noch die anderen größeren Veranstaltungen kannte. Dafür weiß er: „Hier liegt der Schwerpunkt der Forstwirtschaft.“

Mit der Natur kennt sich Niklas Vögeding bestens aus: Schon mit 14 Jahren arbeitete er bei Verwandten in Wald und Flur mit.

Vögeding ist einer von 17 Anwärtern, die auf die Forstämter in NRW aufgeteilt werden. Und als solcher wurde ihm Balve zugewiesen. „Ein Glück“, sagt er, denn er hat mit Richard Nikodem einen kompetenten Fachmann an seiner Seite, noch dazu gefällt ihm die Landschaft.

Wald und Flur sind Niklas Vögeding vertraut. Seine Familie hat selbst einen Wald, sein Vater ist Landwirtschaftsmeister, ein Onkel Revierleiter in Ostwestfalen. „Schon mit 14 Jahren habe ich aktiv mitgearbeitet“, erzählte er von seiner Begeisterung für die Natur. An der Universität in Göttingen hat er seinen Bachelor und Master in Forstwissenschaften und Waldökologie gemacht. Seit März vergangenen Jahres ist er Master of Science mit dem Schwerpunkt Forstbetrieb und Waldnutzung. Unmittelbar danach entschloss er sich, noch ein Jahr weiter zu lernen. „Boden, Pflanzen und BWL“, fasst er den Stoff zusammen, den er neben den Einsätzen mit dem Revierförster in Lehrgängen und Seminaren vermittelt bekommt. „Das Ganze auch hier in dieser Umgebung gefällt mir sehr gut.“

Das Revier Balve hatte diesmal die Möglichkeiten, einen Forstinspektoranwärter einzustellen, was von Vögeding als große Chance gesehen wird. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung, der er sich immer wieder aufs Neue gerne stellt und sich darauf freut. Dazu gehören auch Erlebnisse, die ihm in besonderer Erinnerung geblieben sind: „Einmal habe ich über ein Hornissennest gemäht, ein anderes Mal stand ich plötzlich vor einer Bache mit ihren Frischlingen. Da heißt es: viel Ruhe bewahren und sich ganz langsam bewegen.“

Für Vögeding hat bereits die letzte Phase seines Anwärterjahres begonnen. Im Juli steht die schriftliche Prüfung bevor, im September in einem Waldbezirk der praktische Teil. Die Chancen danach sind gut, werden doch gute Absolventen als Revierleiter gebraucht. „Gerne in NRW“, wünscht er sich. „Wenn möglich, gerne wieder in Richtung Heimat in Ostwestfalen.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare