Nicht mehr Personal für den Bauhof: Rat stimmt gegen Aufstockung

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Ratsmitglieder Heinrich Stüeken und Thomas Busche.

Balve - Obwohl sich die Beschwerden der Bürger über die nicht erledigten Arbeiten des Bauhofes häufen, wird das dortige Personal nicht von sechs auf sieben Mann aufgestockt.

Vielmehr werden die dafür veranschlagten 30.000 Euro bei Bedarf an Fremdunternehmen gezahlt. Diese Entscheidung hat der Rat am Mittwoch mehrheitlich getroffen.

Für Diskussionen sorgte der vorangegangene Antrag der CDU, die bis dahin im Personalplan ab dem 1. April vorgesehene neue Stelle in Sachmittel umzuwandeln. Für „mehr als nötig“ hielt Thomas Vogtmann (SPD) diese Stelle nicht nur wegen des hohen Arbeitsaufwandes, sondern auch wegen des hohen Krankenstandes. 

„Das Beschwerdemanagement läuft heiß“

Beide Argumente wurden von Bürgermeister Hubertus Mühling bestätigt, denn „das Beschwerdemanagement läuft heiß“ und die Fehlstunden durch Krankheit würden hochgerechnet ergeben, dass ein Mann ein Jahr lang ausfalle. „Grundsätzlich ist Unterstützung wichtig“, betonte er. Aber: „Es ist eine Philosophiefrage, ob wir einen Dienstleistungsvertrag vergeben oder eine neue Stelle besetzen. Wir von der Verwaltung können mit diesem Antrag gut leben.“ 

Gerne würden die Ratsmitglieder an das bürgerschaftliche Engagement aller Balver appellieren, wie von den UWG-Mitgliedern Lorenz Schnadt und Heinrich Stüeken angeregt. Eigeninitiative der Bürger sei besser als Bedienungsmentalität, meinte Stüeken. Die guten Beispiele für solchen Bürgereinsatz wie in Mellen und Garbeck seien aber, da stimmte der Rat überein, nicht auf alle Stadtteile übertragbar. 

Wenig bürgerschaftliches Engagement

„Da ist der Wunsch der Vater des Gedankens“, brachte es Mühling auf den Punkt. „In Sachen bürgerschaftliches Engagement können wir leider nur auf eine bescheidene Resonanz verweisen.“ Deshalb bleibt der Pflegeaufwand auf den städtischen Grundstücken weiterhin Sache der Bauhofmitarbeiter.

Im weiteren Verlauf der umfangreichen Tagesordnung folgte der Rat den Beschlüssen der Fachausschüsse. Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke wies auf den aktuellen Stand der Flüchtlinge hin: 262 befinden sich im Stadtgebiet und damit 26 mehr als im vergangenen Jahr. Bis zum Jahresende würden wöchentlich fünf neue zugewiesen, ab Januar dann solche mit Wohnsitzauflage. Mit 26 Prozent sei die Anerkennungsquote im Vergleich zu 13 bis 15 Prozent im Landesdurchschnitt sehr hoch.

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