Neujahrstreffen: „Die Sokola.de steht für Langlebigkeit“

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Viele Langenholthausener waren der Einladung zum Neujahrstreffen gefolgt. Sie wollten sich über die weiteren Planungen für „ihre“ Sokola.de informieren. Allerdings gab es bezüglich der Radwegeplanungen auch weniger erfreuliche Nachrichten.

Langenholthausen - Die Sokola.de wird nach ihrer Gründung im Dezember 2014 von immer mehr Langenholthausenern akzeptiert. Während des Neujahrstreffens am Sonntag nahm Vorstandsmitglied Ulrike Schwartpaul dieses zum Anlass, sie als „unser Haus für alle“ zu bezeichnen.

Nicht nur die Volksbank, Sportgruppen und Vereine oder auswärtige Nutzer hätten dort ein Zuhause gefunden, auch so manche private Feier werde dort durchgeführt, „wenn das eigene Wohnzimmer zu klein ist.“ Und auch die eigenen Veranstaltungen, wie Spieleabende und das Krimidinner (in diesem Jahr findet eine Fortsetzung statt), würden gut angenommen. 

Zum Programm für 2017 gehören außerdem eine Lesung von Romanautorin Bettina Lausen und ein Vortrag von Johannes Schwartpaul über den Jakobsweg. 

Verein ist gut aufgestellt 

Antonius Allhoff, der Mann der die Idee hatte, die ehemalige Grundschule zu einem Dorfgemeinschaftshaus umzugestalten, gab in der voll besetzten Aula den Überblick über die weitere Entwicklung. 

So sei der Verein mit mehr als 250 Mitgliedern gut aufgestellt; der Arbeitskreis mit Ulrike und Klaus Schwartpaul, Barbara und Achim Wachauf, Guido Grote, Michael Grote, Tobias Müller, Robin Vorsmann, Raphael Hahne, Engelbert Falke und Antonius Allhoff sei sowohl angesichts der Mitgliederzahl, als auch dem im vergangenen Jahr begonnenen ersten Umbauabschnitt stolz auf das Erreichte. 

Die Langenholthausener hatten nicht nur Gelegenheit, die Baustelle in der Sokola.de in Augenschein zu nehmen. Auch Tapeten-Musterbücher für die Neugestaltung lagen aus.

Für den Umbau zollten die Aktiven Bürgermeister Hubertus Mühling ihren Dank – vor allem für seine Unterstützung bei den Förderanträgen. Eine Million Euro seien bewilligt worden, davon müssten 200.000 Euro aus eigenen Mitteln aufgebracht werden. Inzwischen werde ein Nutzungsvertrag mit der Stadt Balve mit einer Mindestlaufzeit von 20 Jahren entworfen. 

Auch wenn sich der Verein dann der Mammutaufgabe gegenübersehe, alle Kosten und Lasten selbst zu tragen, sei er guter Dinge, sagte Antonius Allhoff: „Wir haben die Erfahrung aus einem Jahr Probezeit, dass die Betriebskosten schon jetzt niedriger sind als zu Zeiten der Grundschule.“ 

Viel Lob für die Macher der Sokola.de

Vom Stadtoberhaupt gab es viel Lob für die Macher der Sokola.de, die ein engagiertes Projekt aus dem Dorfentwicklungskonzept voranbringen. Zugleich sei dieser Umbau der erste im Märkischen Kreis, bei dem ein öffentliches Gebäude mit Fördermitteln umgestaltet würde. Die Umsetzung der Pläne werde erst mit viel Eigenleistung und Engagement der Dorfbewohner ermöglicht, die auch ein betriebswirtschaftliches Konzept erstellt hätten, das in sich schlüssig sei.

„Die Sokola.de steht für Langlebigkeit“, sagte Mühling. Was jetzt noch an Arbeit bevorstehe, müsse, so Antonius Allhoff, bis 2020 abgeschlossen sein: Bis dahin müssten die Fördergelder ausgegeben werden. Wie sich bei der Baustellenbesichtigung zeigte, haben viele Hände schon seit November eine ganze Menge bewegt. 

Für die Belange des Dorfes

18 Tonnen Bauschutt seien bereits abgefahren worden; momentan warten die Aktiven auf neue Fenster und Heizkörper und auch der Fußboden, die Decken und die Beleuchtung sowie sanitäre Anlagen müssten neu gestaltet werden. Bezüglich der Belange des Dorfes stand, neben dem Bürgermeister, auch Ortsvorsteherin Barbara Wachauf Rede und Antwort – zum Beispiel beim Thema „Breitbandausbau“. 

Die Stadt werde sich für diese schnellstmögliche Versorgung einsetzen und bei der Verlegung von Gas- und Wasserleitungen mit Leerrohren die Infrastruktur dafür bereitstellen. „Aber der Betreiber bestimmt, in welchem Dorf es los geht“, konnte Mühling den Langenholthausenern nicht zusagen, dass in ihrem Ort der Startschuss fällt. 

Enttäuschte Gesichter wegen Prioritätenliste 

Viel Geduld müsse mit Blick auf den Radweg von Langenholthausen nach Sundern aufgebracht werden, dieser stehe in der Prioritätenliste des Regionalrats auf Platz 15. „Jährlich werden ein bis zwei Projekte umgesetzt“, sagte Bürgermeister Mühling und sorgte damit für enttäuschte Gesichter. 

Dagegen solle in diesem Jahr mit der Neugestaltung des Radwegs von Balve-Süd bis Opel Bichmann begonnen werden. Gesucht werden Helfer, die den kleinen Spielplatz am Mühlenteich pflegen. Seitens der Eigentümerfamilien Stockebrand und Sondermann werde das Gelände weiterhin für den Nachwuchs zur Verfügung gestellt.

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