Neujahrsempfang zu Beginn des Lutherjahres

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Der Kirchenchor gestaltete das kurzweilige Programm des Neujahrsempfangs im Katholischen Pfarrheim am Montag mit. Die Veranstaltung wird seit 20 Jahren durchgeführt und zieht Gäste aus dem ganzen Stadtgebiet an.

Balve - Die Redner des Neujahrsempfangs am Montag hatten klare Vorgaben bekommen: Kurz und knackig sollten ihre Ansprachen sein, dafür aber mit viel Inhalt.

So blieb für alle Beteiligten mehr Zeit zum Austausch im Katholischen Pfarrheim – nach dem kurzweiligen Programm, das vom Kirchenchor mitgestaltet wurde. Eingeladen hatte das Kolpingforum, die Katholische Pfarrgemeinde, die Evangelische Kirchengemeinde und mit der Balver Christusgemeinde ein neuer Träger dieser seit 20 Jahren durchgeführten Veranstaltung. 

Begrüßt wurden die Gäste, die aus vielen Institutionen und Vereinen des Stadtgebiets kamen, von Engelbert Falke, Kolpingforum, der sich über die große Beteiligung zu Beginn des Lutherjahrs freute. Falke wies im Rahmen des Empfangs auf zwei weitere ökumenische Akzente hin, die vom Kolpingforum gesetzt werden: „Wie lange noch getrennt? Ökumene 2017 – 500 Jahre nach der Reformation: Wege zur Einheit“, ein Vortrag von Karl-Dieter Müller am 4. September ab 19.30 Uhr, sowie die Besichtigung der evangelischen Kirche nach der Renovierung am 4. Dezember ab 19.30 Uhr. 

"Wir sind umgeben vom Wandel"

Wichtig war für Falke auch der Hinweis, dass das von Maria Schäfer-Hahne initiierte Projekt mit Flüchtlingen im März oder April in der Balver Kirche aufgeführt wird. Pfarrer Christian Weber ließ seinen im März anstehenden Wechsel nach Hartum-Holzhausen (Minden; wir berichteten) außen vor – vielmehr trat der evangelische Geistliche auch in seiner letzten Rede in diesem Rahmen nach acht Jahren als Seelsorger auf und betonte: „Wir sind umgeben vom Wandel, werden aber gehalten von Gottes Hand.“

„Glaube, Liebe, Hoffnung“ als Dreiklang für das Leben war das Thema von Pfarrer Andreas Schultes Betrachtungen. Dazu gehörte, dass er zwei Kollektenkörbe herumgehen ließ, aus denen alle Neujahrsempfangs-Teilnehmer den Jahresspruch herausnehmen konnten: „Mit Glaube ist vieles möglich… Mit Liebe geht vieles einfacher…Mit Hoffnung wird vieles besser...“ 

Michael Lehnert, Christusgemeinde, sprach für die Glaubensschwestern und -brüder zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung. Für ihn und seine Gemeinde sei es eine große Ehre. Lehnert lud in Anlehnung an den Römerbrief 38,39 ein, Gottes Liebe zu erleben.

„Wir leben in Frieden und Wohlstand“ 

Für die Politik in der Stadt und im Kreis traten die Regierenden ans Mikrofon. Bürgermeister Hubertus Mühling brachte die Lage in Balve mit zurzeit 260 Flüchtlingen auf den Punkt: „In Anbetracht des Schicksals dieser Menschen geht es uns gut. Wir leben in Frieden und Wohlstand.“ Seine daraus resultierende Botschaft war, dass alles, was mit Demokratie zusammen hängt, mit etwas mehr Anstand und Demut entgegen genommen werden sollte. 

Mühling war es auch, der Pfarrer Christian Weber für sein Wirken und Schaffen im Sinne der Evangelischen Kirchengemeinde dankte. 

Den Reigen der Redner schloss Landrat Thomas Gemke ab. Er wies darauf hin, dass die Welt komplizierter als in einer Talkshow sei, und doch: „Uns geht es gut in Deutschland.“ Deshalb dürfe das Bildungsniveau auch nicht weiter absinken. 

Er ging auf zwei Projekte ein, die aktuell anstehen: Zum Einen der Ausbau der K11n nach Iserlohn und zum Anderen der frühestens 2018 mögliche Baubeginn der Anhebung des Bahnsteigs im Balver Bahnhof auf Normhöhe. Seit 2014 laufen dazu die Gespräche. Mit Blick darauf wünschte er sich allgemein weniger Bürokratie.

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