Neujahrsempfang: Balve sucht Konzepte für die Zukunft

Edo Badura und Hubertus Wycik sorgten für die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs.

Balve -  Es war ein großer, ökumenischer Chor, der den offiziellen Teil des Neujahrsempfang am Montag im Evangelischen Gemeindehaus mit dem Lied: „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ beendete. Über 250 Vertreter aus allen Balve Vereinen und Institutionen, darunter auch der islamischen Gemeinde, waren der Einladung zum dritten Ökumenischen Neujahrsempfang gefolgt.

Von Julius Kolossa

Bürgermeister Hubertus Mühling stellte in diesem Rahmen das Dorfentwicklungskonzept vor, mit dem auf den demografischen Wandel reagiert werden soll. „Am Jahresende soll der Masterplan stehen, mit dem wir unsere Konzepte für die Zukunft entwickeln werden.“ Balve hätte jetzt noch etwa 12 000 Einwohner, nach einer Prognose sind es im Jahr 2035 nur noch 9800. Die Zahl der Geburten sei von 1965 mit 227 Kindern auf 76 im Jahr 2012 gesunken. In den den 1990-er Jahren seien jährlich rund 140 Kinder zur Welt gekommen.

Mühling: „Im vergangenen Jahr sind 153 Menschen aus unserer Stadt gestorben – die meisten seit Jahrzehnten.“ Und Balve werde älter, steige doch die Anzahl der Über-65-Jährigen von jetzt 2315 auf geschätzte 3528 im Jahr 2035.

Pastor Andreas Schulte ließ jeden Teilnehmer ein Los ziehen – und mit dem Öffnen etwas warten: „So verschlossen liegt das Jahr vor uns. Uns erwarten gute Nachrichten, aber auch Enttäuschungen. Dann sollten wir die Gelegenheit nutzen, uns von Täuschungen zu befreien.“

Hausherr Pfarrer Christian Weber stellte die Jahreslosung vor: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“. Er deutete die Stelle aus dem Hebräer-Brief so, dass das Leben immer voller Dynamik sei, und die Menschen dabei immer suchen. Dem evangelischen Geistlichen liegt für dieses Jahr besonders die Innenrenovierung der Kirche am Herzen: „Hell und schlicht, schön soll sie werden.“ Ganz besonders freue er sich auf ein Experiment, das an fünf aufeinander folgenden Donnerstagen ab dem 21. Februar beginnt. „Wir bieten einen Glaubenskursus an“, stellte er das Angebot vor.

Kurz machte es Engelbert Falke von der Kolpingfamilie Balve. Er stellte die Höhepunkte im Jubiläumsjahr der Kolpingfamilie noch einmal heraus. Zudem wies er auf die ersten Schritte auf dem Weg hin zur Fairtrade-Stadt hin. Zudem lobte Falke den Einsatz der Hauptschüler beim Musical über Adolph Kolping. „Ich habe den Besuch der Bildungsverantwortlichen unserer Stadt vermisst, die sich bei dieser Gelegenheit ein Bild über die gute Arbeit der sehr oft kritisierten Hauptschule hätten machen können.“

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