Suche hat ein Ende: Neues Zuhause für Flüchtlinge

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Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland – und auch nach Balve. Das Bild zeigt eine Familie aus Syrien.

BALVE - Die Suche hat ein Ende: Seit Herbst hielt die Stadt Ausschau nach einem geeigneten Gebäude für in Balve untergebrachte Flüchtlinge. Derzeit sind es 72 Menschen, die in der Höhlenstadt aufgenommen wurden. Es könnten aber beinahe täglich mehr werden, weiß Michael Bathe, der 1. allgemeine Vertreter des Bürgermeisters.

Im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung präsentierte Sozialamts-Leiterin Christiane Schärfke am Mittwoch das Ergebnis ihrer Analyse zum Thema Wohnraumbeschaffung für Flüchtlinge in Balve. Sie empfahl dem Rat den Ankauf eines Gebäudes an der Helle; Hausnummer 12. Es handelt sich um ein Haus, in welchem die Verwaltung der Stockmeier-Gruppe – ehemals die Firma Kruse – beheimatet war.

Einstimmig bei einer Enthaltung, so Bathe, stimmte der Rat für den Erwerb des Gebäudes. Die Stockmeier-Gruppe werde weiterhin in einem Nebengebäude auf einem separaten Teil des Geländes residieren. Der Zugang zum künftigen Flüchtlingsheim sei dann deshalb nur über die Hönnebrücke möglich.

„Wir werden jetzt schrittweise – Etage für Etage – das Gebäude sanieren“, verrät Bathe. Die Küchen und die sanitären Einrichtungen müssten renoviert werden. Ein zweiter Fluchtweg müsse angelegt werden. Und Gemeinschaftsräume sollten eingerichtet werden. Alles in allem werde geplant mit Umbaukosten in Höhe von 150 000 Euro.

„Als erstes stellen wir jetzt einen Antrag auf Nutzungsänderung“, blickt Bathe in die nähere Zukunft. Bis zum Spätsommer soll dann zumindest die erste Etage bezugsfertig sein. Das solle dann Entlastung für das Flüchtlingsheim in Garbeck bringen.

Dieses wurde 1992 erbaut und ist laut Bathe mittlerweile „verwohnt“. Rund um den Jahreswechsel, so hofft der Bürgermeister-Vertreter, könne das Garbecker Flüchtlingsheim dann abgerissen werden. „Wir hoffen dann die Fläche eventuell für die Ansiedlung von Kleinfirmen nutzen zu können.“

Das künftige Flüchtlingsheim befindet sich auf einer 7650 Quadratmeter großen Fläche. Bathe: „Die teilt sich auf in 3180 Quadratmeter Industriefläche und 4470 Quadratmeter Umland.“ Über den Kaufpreis haben die Ratspolitiker Stillschweigen vereinbart.

Das Gebäude befindet sich in der Nähe der Balver Höhle. „Von dort können die Flüchtlinge mit dem Zug, dem Bus oder auch zu Fuß schnell Läden zum Einkaufen erreichen“, hebt Bathe hervor.

Von Michael Koll

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