Neues THW-Übungsgelände ist einmalig im Märkischen Kreis

Die Mitglieder des THW Balve legen momentan ein neues Übungsgelände an. Dort wollen sie unter anderem die Rettung verletzter Personen trainieren, die verschüttet worden sind.

Balve - „Hier entsteht ein Übungsgelände für Atemschutz und Bergung,“ berichtet Josef Weber. Der Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerks (THW) Balve deutet stolz auf die Baustelle auf dem Gelände der Hilfsorganisation. Dort wurden bereits große Mengen Erde bewegt, eine Grube ausgeschachtet und zwei Rohre verlegt.

Von Julius Kolossa

Diese Anlage solle nach der Fertigstellung vom Tüv abgenommen werden – und sei dann einmalig im Märkischen Kreis und im Hochsauerlandkreis.

Thomas Berken ist mit für die Bauleitung auf dem etwa 50 Mal 30 Meter großen Areal verantwortlich. Die Jugendlichen des THW helfen kräftig mit. „Es werden insgesamt zwölf Meter Rohre mit einem Innendurchmesser von 80 Zentimetern verlegt. Dazu kommt noch ein rechteckiger Kriech-Schacht mit 70 Zentimetern Höhe“, berichtet er im Gespräch mit unserer Zeitung. So könnten die THW-Mitglieder später die Rettung von verletzten Personen auf einem Trümmergelände üben – zum Beispiel nach einem Erdbeben.

Die Idee, ein solches Übungsgelände anzulegen, sei im Dezember entstanden, der erste Spatenstich erfolgte im März.

Bezüglich der Finanzierung – die Anlage koste rund 5000 Euro – greift der Energieversorger RWE dem THW mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro unter die Arme. „Darüber hinaus wird vieles in Eigenleistung erstellt“, betont Josef Weber, der stolz auf seine Mannschaft ist. Nach und nach hätten die Helfer mit Spaten und Schaufeln so gut vorgearbeitet, dass nun schweres Gerät zum Einsatz kommen kann, um Röhren, Abzweigstücke, Endstücke und Schächte zu verlegen. „Auch Reduzierungsstücke, in deren Innerem sich der Durchmesser verkleinert, werden eingebaut.“

Überirdisch werde ein Container mit Kriechgängen und Hohlräumen aufgebaut. Zudem könne die gesamte Übungsanlage bei Bedarf auch mit Trockennebel gefüllt werden. Josef Weber: „Hier werden Bedingungen dargestellt, wie sie auch während der realen Einsätze vorkommen können.“

Fertig gestellt werden soll die Anlage des Technischen Hilfswerkes Ende Juli/Anfang August. Josef Weber: „Im Rahmen unseres 50-jährigen Jubiläums am 21. September sollen hier Präsentationen stattfinden.“

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