1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Balve

Neues „Quartier an der Hönne“: Bürger werden beteiligt

Erstellt:

Von: Julius Kolossa

Kommentare

Das ehemalige Hauptschulgebäude am Krumpaul wird mittelfristig abgerissen.
Das ehemalige Hauptschulgebäude am Krumpaul wird mittelfristig abgerissen. © Kolossa, Julius

Zum „Quartier an der Hönne“ unter anderem mit Bildungscampus, Kindertagesstätte und Gemeinschaftshaus soll das Areal der ehemaligen Hauptschule am Krumpaul werden.

Nachdem im Juli die letzten Schüler entlassen wurden, steht der Schulkomplex weitgehend leer, kann allerdings noch nicht abgerissen werden. Denn um Fördermittel für das Großprojekt zu bekommen, hat die Bezirksregierung Arnsberg der Stadt Balve eine öffentliche Bürgerbeteiligung vorgeschrieben. Dies teilte Bürgermeister Hubertus Mühling am Dienstagabend im Ausschuss Umwelt, Stadtentwicklung, Bau mit. „Diese Bürgerbeteiligung wird online in diesem Herbst durchgeführt. Eine Abschlussveranstaltung ist in Präsenzform geplant.“

Mit den Ergebnissen aus dieser Bürgerbeteiligung können sich die Politiker dann ab Frühjahr 2023 weitere Gedanken machen, wie das neue Quartier an der Hönne genau gestaltet werden solle. Details zur Bürgerbeteiligung würden noch bekannt gegeben.

Platz für bis zu 50 Kriegsflüchtlinge

Weil es bis zum Abriss des Gebäudekomplexes also noch dauert, lässt die Stadt Balve den Sonderklassentrakt derzeit bekanntlich als Unterkunft für bis zu 50 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine herrichten. Die ersten Belegungen sollen ab Anfang Oktober erfolgen. Verwaltungsmitarbeiter Sven Rothauge berichtete: „Die Räume sind so zugeschnitten, dass sie je nach Bedarf auch verkleinert und damit mehr als die derzeit geplanten 50 Personen untergebracht werden könnten.“

Aktuell leben 130 ukrainische Flüchtlinge in Balve, berichtete Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, den Ausschussmitgliedern. Diese sind in den städtischen Flüchtlingsunterkünften am Langenloh, in der Helle und am Pickhammer sowie in privaten Wohnungen untergebracht.

Hönnetal-Radweg: Neuer Anlauf

Was Hubertus Mühling bei der Rad-Demonstration Anfang September von Balve durch das Hönnetal bis nach Menden bereits angekündigt hatte, bekräftigte der Bürgermeister am Dienstagabend nochmals im Ausschuss: „Ein ingenieur-technischer Planungsauftrag für die Trassenführung des Hönnetal-Radwegs wurde nun von uns erteilt.“ Dabei geht es um den aufgrund der Enge des Tals und der schützenswerten Bereiche problematischen Abschnitt zwischen Volkringhausen und Menden-Oberrödinghausen. Drei mögliche Trassenführungen wurden bereits verworfen. Sobald der neue Vorschlag einer Linienführung mit der Unteren Naturschutzbehörde, der Unteren Wasserbehörde und der Landschaftsbehörde abgestimmt sei, würden die Einzelheiten bekannt gegeben, so Mühling.

Auch interessant

Kommentare