So hat die Balver Heimwacht das neue Wachtloh-Kreuz finanziert

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Stefan Schewell (links) hat das Holzkreuz auf dem Wachtloh gebaut, Peter Glasmacher (rechts) von der Heimwacht hat es über Mittel des Landes NRW und weitere Spenden finanziert.

Balve - Stefan Schewell hat in seiner Werkstatt in Wocklum schon viele sakrale Kunstwerke entstehen lassen, das aber, was am Donnerstag auf dem Wachtloh aufgestellt wurde, war sein bisher größtes Werk.

„Neun mal drei Meter ist dieses Kreuz aus Lärchenholz groß, und etwa 400 Kilogramm schwer“, erzählte er der Redaktion.. Das Kreuz wurde mit einem Kran abgeladen und aus 28 Metern Höhe in die Hülse gesteckt. Das Holz ist imprägniert und mit einer Abdeckung aus Edelstahl versehen.

Vor etwa einem Jahr musste das am Wachtloh aufgestellte Kreuz abgebaut werden. Seit 1994 stand es dort, bis 2018 festgestellt wurde: Es ist morsch. Teile aus dem Querbalken fielen herab. Bei einer weiteren Begutachtung wurde ein Schwarm Hornissen aufgeschreckt. „Die hatten sich ihr Nest in einem Querbalken gebaut und diesen ausgehöhlt“, so Schewell.

Der Heimwacht unter ihrem Vorsitzenden Peter Glasmacher lag ein Neubau am Herzen, für den ein Heimatscheck beim Land NRW angefordert wurde. 2000 Euro wurden bereitgestellt, mit denen das Kreuz finanziert und der Hoffmeister-Brunnen restauriert wurde.

Peter Glasmacher: „Die Gesamtkosten liegen bei etwa 3500 Euro.“ Der Rest muss selbst finanziert werden; in diesem Fall durch Spender. Der Wachtloh ist nicht der ursprüngliche Standort für dieses Kreuz, wurde es doch am 26. Oktober 1934 als Zeichen der Balver Glaubenstreue dem „Tausendjährigen Reich“ auf dem Schieberg entgegen gesetzt. Eine Gedenktafel der Heimwacht erinnert daran.  „Das Kreuz ist durch das Wachstum der umstehenden Bäume aus dem Blickfeld geraten und verfallen“, wird weiter informiert.

Pfarrer Ludwig Kinkel hat am 20. November 1994 das neue Kreuz auf dem Wachtloh, also auf einem Grundstück der Kirchengemeinde, geweiht. Eingesegnet wird das Kreuz von Lärchenbäumen, die einst am Burgberg standen, nach dem Hochamt am Sonntag, 15. September, etwa gegen 11.45 Uhr.

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