Gebäude ist mit Zaun abgeriegelt

Neuerlicher Corona-Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft

Corona ist zurück in der Flüchtlingsunterkunft in der Helle. Das Gelände ist mit einem Zaun gesichert.
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Corona ist zurück in der Flüchtlingsunterkunft in der Helle. Das Gelände ist mit einem Zaun gesichert.

Auch in Balve ist die Zahl der Corona-Infizierten zuletzt deutlich angestiegen. Am Mittwoch meldete der Märkische Kreis 13 Neuinfektionen, am Donnerstag kamen acht weitere hinzu, sodass aktuell insgesamt 38 Personen infiziert sind.

Ein Großteil dieser Infektionen ist auf einen neuerlichen Corona-Ausbruch in der städtischen Flüchtlingsunterkunft in der Helle zurückzuführen.

Dies bestätigte Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) auf Anfrage der Redaktion: „Wesentlicher Ausbruchsherd ist die städtische Flüchtlingsunterkunft in der Helle, wo mehrere Personen positiv getestet wurden und eine Person akute Symptome aufwies.“ 25 Personen sind momentan in der Helle gemeldet. Für alle Bewohner der Einrichtung bedeutet der Corona-Massenausbruch eine zweiwöchige Quarantäne, während der die Bewohner die Einrichtung nicht verlassen dürfen. Das Gelände rund um die Unterkunft ist mit einem Zaun gesichert und ein Sicherheitsdienst kontrolliert, dass die Quarantäne eingehalten wird.

Kontrollen „zum Schutz der Bewohner“

„Es handelt sich bei den Maßnahmen nicht um ein Ab- oder Wegsperren“, erklärte Mühling die Maßnahme auf Anfrage. Das Stadtoberhaupt sprach stattdessen von „Zu- und Abgangskontrollen zum Schutz der Bewohner“. Versorgt werden diese vom Sozialamt, dem Malteser Hilfsdienst und dem Deutschen Roten Kreuz. „Diese Zusammenarbeit funktioniert“, so Mühling. Dabei können alle Institutionen auf die Erfahrungen zurückgreifen, die während der vorhergegangenen beiden Quarantänefälle gemacht wurden.

„Unter den Infizierten sind auch Personen, die Symptome haben“, sagte der Bürgermeister. Wie schwer die Krankheitsverläufe bislang sind, wollte Mühling auf Nachfrage ebenso wenig sagen, wie die genaue Zahl der positiv Getesteten.

Weitere Fälle im privaten Bereich

„Wir haben in Balve wieder einen Hotspot“, sagte Mühling stattdessen. So lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Donnerstag bei 241,05 und war damit die sechsthöchste im Märkischen Kreis. Der Bürgermeister ergänzte zudem, dass weitere Fälle auch im privaten Bereich aufgetreten seien, ohne auch darauf näher eingehen zu wollen.

Vielmehr appellierte er an die Bürger: „Seien Sie alle achtsam, denn das Infektionsgeschehen entsteht meist im Privaten oder bei der Arbeit.“ Der Bürgermeister weiter: „Alle sollten die Beschränkungen einhalten, um sich nicht anzustecken und die Infektionszahlen zu senken.“ Und: „Wichtig ist, dass schnell geimpft werden kann.“

Stadt zieht Konsequenzen

Zum neuerlichen Corona-Ausbruch in der Flüchtlingsunterkunft sagte Mühling abschließend: „Es ist ärgerlich, denn dadurch gehen die Zahlen für Balve nicht nach unten.“ Deshalb zieht die Stadt Balve nun Konsequenzen und führt ab sofort wöchentlich Schnelltests mit geschultem Personal in der Einrichtung durch. Falls erforderlich, nimmt anschließend das Gesundheitsamt des Kreises noch PCR-Tests vor.

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