Neuer Verein möchte mit den „Juwelen des Hönnetals“ in der Öffentlichkeit punkten

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Andreas Kolarik (links) und Adalbert Allhoff-Cramer wollen den Verein im Juni gründen.

Balve - „Wir haben mit dem Hönnetal ein Schmuckstück vorzuweisen, das wir bekannt machen wollen“, stellten Adalbert Allhoff-Cramer und Andreas Kolarik am Freitag ihr Konzept vor, das in vier Wochen in die Gründung der „Naturhistorischen Gesellschaft Hönnetal – Verein zur Entwicklung und Erforschung des Hönnetals“ münden soll.

„Sieben Personen brauchen wir für die Vereinsgründung“, blickten beide zuversichtlich in die Runde der 19 Teilnehmer, die sich vorab informieren wollten.

Der an der Geschichte des Hönnetals interessierte Adalbert Allhoff-Cramer aus Balve und der Höhlenforscher Andreas Kolarik aus Menden haben diese Idee vor mehr als sechs Monaten entwickelt und nun einem interessierten Publikum vorgestellt.

Ein geschichtlicher Rückblick über das 1920 unter Naturschutz gestellte Hönnetal gehörte dazu sowie ein Blick auf den Ist-Zustand. Reckenhöhle, Luisenhütte, Museum, Balver Höhle, Klusensteiner Mühle, Burg Klusenstein, Burgberg und die Feldhofhöhle sowie die für ein Fachpublikum vorgesehenen Dinosauerierfunde seien die Juwelen, mit denen die Region in der Öffentlichkeit punkten könne.

"Wir sind unterrepräsentiert"

Dass dieses aber in den Augen der Vereinsgründer nicht in dem entsprechenden Maße passiert, sei traurig: „Wir sind unterrepräsentiert.“ Das Hönnetal habe wie das Neandertal eine große wissenschaftliche Bedeutung. Viele Funde ab dem 18. Jahrhundert seien in Archiven wie in Berlin gelagert. Ihre Nachforschungen hätten ergeben, dass den Archivaren dort mehrere Kisten an Material aus dem Hönnetal vorliegen würden, die Experten bisher aber noch nicht zur Auswertung gekommen seien.

Ideen zur Aufwertung haben Allhoff-Cramer und Kolarik schon einige vorzuweisen: geführte Wanderungen zu den Themen Geologie, Botanik und Fledermäusen seien möglich. Gerne soll der seit Jahren in der Diskussion stehende Radweg von Ruhr- bis zur Hönnequelle realisiert werden.

Aussichtsturm und Ranger als Ideen

Neue Ideen aus dem Publikum wurden mit aufgenommen, so Hönnetal-Ranger, die ihren Dienst aufnehmen können und ein Aussichtsturm vor den Sieben Jungfrauen. „Wir sind für alles offen“, betonte Adalbert Allhoff-Cramer. Ihm liege aber auch am Herzen, dass dieser Verein aus den Reihen der Bevölkerung kommt. Die in der Diskussion vorgeschlagene Anbindung als Unterabteilung der Heimwacht Balve aber stieß bei ihm nicht auf ungeteilte Zustimmung.

„Von unten nach oben“, soll etwas Neues entstehen, wobei der Kontakt mit den Kommunen gesucht werden soll. Aber: „Aus Balve soll das Hönnetal ein überregionales Thema werden.“ Ob und wie das Jubiläum „100 Jahre Naturschutzgebiet Hönnetal“ im Jahr 2020 gefeiert wird, das sei bisher noch völlig unklar. Fest stehe aber, so Adalbert Allhoff-Cramer, dass dafür ein autofreies Hönnetal nicht möglich sei.

Ermöglichen wollen beide aber, dass die Klusensteiner Mühle (derzeit in Privatbesitz) irgendwann einmal das Vereinsheim werden soll. Überlegungen dazu laufen, konkrete Ergebnisse liegen nicht vor.

Deshalb ist zunächst das Lohgerberhaus an der Alten Gerichtsstraße 10 die Anlaufstelle. So auch bei der Gründungsversammlung des Vereins am Freitag, 22. Juni, um 19 Uhr.

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