St. Johannes in Balve

Neuer Träger für das Altenheim: So laufen die Gespräche

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Das Altenpflegeheim St. Johannes: Wer die Einrichtung künftig als neuer Mehrheitsgesellschafter führen wird, soll sich zeitnah entscheiden.

Balve – Noch hat der Kirchenvorstand der Gemeinde St. Blasius keine Entscheidung darüber getroffen, wer neuer Mehrheitsgesellschafter und damit Träger der St.-Johannes-Seniorenwohnanlage wird.

„Aber wir befinden uns auf der Zielgeraden, was die Gespräche anbelangt“, teilte Vorstandsmitglied Ludger Terbrügggen auf Anfrage der Redaktion mit. „Ende September oder Anfang Oktober teilen wir mit, für wen wir uns entschieden haben.“ 

Bis dahin werde weiterhin Stillschweigen darüber bewahrt, mit wem die Balver als Nachfolger der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis (KKiMK) in Gesprächen stehen. Den Gesellschaftervertrag mit den Katholischen Kliniken hat die St. Marien gem.GmbH als Betreiberin der Wohnanlage zum 31. Dezember gekündigt, nachdem es zu Unstimmigkeiten zwischen der Kirchengemeinde und den KKiMK bezüglich einer Neuausrichtung der Einrichtung gekommen war. 

Betreibergesellschaft: Kliniken halten 51 Prozent der Anteile

Die Katholischen Kliniken halten als Mehrheitsgesellschafter 51 Prozent der Anteile, der St.-Blasius-Gemeinde, die auch Grundstückeigentümerin ist, gehören 47 Prozent. Die restlichen zwei Prozent sind in Besitz der zum erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn gehörenden Cura Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft für soziale Einrichtungen. In den 1990er-Jahren wurde diese Kooperation zur St. Marien gGmbH geschlossen. 

Ziel war es, die Kosten für die Unterhaltung des Altenpflegeheims zu minimieren. Im Juli wurde vom Kirchenvorstand berichtet, dass der Vertrag fristgerecht zum 31. Dezember 2020 gekündigt wurde. Die Kirchengemeinde hatte dies mit einem Sanierungsstau begründet. Insgesamt sollten sechs Millionen Euro in die Einrichtung investiert werden, um unter anderem die seit 2005 geltende Einzelzimmerquote von 80 Prozent zu erfüllen und nach der Schließung des Hauses Annabell im Oktober 2018 zehn weitere Pflegeplätze zu schaffen. 

Kirchengemeinde beendet die Zusammenarbeit

Weil die Maßnahmen bislang nicht umgesetzt wurden, kündigte die Kirchengemeinde die Zusammenarbeit mit den Katholischen Kliniken zum Jahresende auf. Um das Altenpflegeheim nicht schließen zu müssen, sondern über den 1. Januar 2021 hinaus auf lange Sicht neu aufstellen zu können, machte sich die Kirchengemeinde anschließend auf die Suche nach einem neuen Mehrheitsgesellschafter. „Das Haus wird auf jeden Fall unter katholischer Trägerschaft fortgeführt“, betonte seinerzeit der Geschäftsführer des Kirchenvorstands, Jürgen Känzler. Die Gemeinde bleibe Grundstückseigentümerin und behalte auch ihren 47-prozentige Anteil an der gGmbH. Auch Cura soll dabei bleiben. 

Eine Option sei es, dass die KKiMK aus der Betreibergesellschaft austritt und die Anteile an den neuen Gesellschafter übergehen. Es sei aber natürlich auch vorstellbar, dass ein neuer Vertrag zwischen der Balver Kirchengemeinde und einer neu zu gründenden Gesellschaft, bestehend aus neuem Gesellschafter, St. Blasius-Gemeinde und Cura, geschlossen werde.

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