Neuer Balver RTW offiziell übergeben

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Sie nahmen an der Fahrzeugübergabe in Balve teil: (von links) Ralf Bohnert, Rupert Heidsick, Landrat Thomas Gemke, Hans-Peter König und Heiner Tillmann.

Balve - 190 PS unter der Motorhaube und mit der medizinischen Ausstattung gut 210.000 Euro treuer: Das ist der neue Rettungstransportwagen der Rettungswache Balve des Märkischen Kreises. Landrat Thomas Gemke überreichte Wachenleiter Rupert Heidsick und dessen Stellvertreter Heiner Tillmann die Schlüssel für das Fahrzeug der neuesten Generation.

Bereits vor der offiziellen Vorstellung in der Wache an der Sauerlandstraße hatte der Rettungstransportwagen (RTW) seine ersten Einsätze und damit seine Feuertaufe bestanden. Der neue Wagen ersetzt das bisherige Fahrzeug, das seit 2009 mehr als 200.000 Kilometer abgespult hat.

Durchschnittlich fast dreimal täglich werden die Rettungsassistenten aus Balve zu Notfällen gerufen, hieß es. „Wir fahren rund 900 Einsätze pro Jahr, 650 allein auf Balver Stadtgebiet – aber auch in Werdohl, Neuenrade, Hemer, Menden oder sogar kreisübergreifend“, erklärte Rupert Heidsick Landrat Thomas Gemke vor Ort.

Kreisweit seien 22 Rettungstransportwagen, 15 Krankentranssportwagen und elf Notarzt-Einsatzfahrzeuge unterwegs. Allein der Märkische Kreis verfüge in seinen kreiseigenen Rettungswachen in Balve, Werdohl, Meinerzhagen, Halver und Herscheid über neun Rettungswagen, zwei Krankenwagen und drei Notarzt-Einsatzfahrzeuge. Der jetzt in Balve ausgemusterte RTW soll zunächst als Reservefahrzeug erhalten bleiben.

Der Mercedes-Sprinter wurde von der Firma Hospimobil in Aurich zum RTW ausgebaut. Die Anschaffungskosten des Rettungswagens belaufen sich auf rund 145 000 Euro, hinzu kommen etwa 75 000 Euro für die medizinisch-technische Ausstattung, die unabhängig vom Fahrzeug beschafft wurde. Der Wagen verfügt über Automatikgetriebe, Motorvorwärmung und -weiterlaufschaltung, Funk- und Navigationssystem mit Übermittlung des genauen Einsatzortes von der Kreisleitstelle, Unfalldatenspeicher, Klimaanlage, Sondersignalanlage, Rückfahrwarner, Heckwarnanlage, Retarder (Luftverwirbelungsbremse) und Dieselpartikelfilter.

Zur medizinisch-technischen Ausstattung gehören Absaugpumpe, Beatmungsgerät, Defibrillator, Telemetrie, Kapnometrie – ein medizinisches Verfahren, um den Gehalt der Ausatemluft an Kohlenstoffdioxid eines Patienten zu messen und zu überwachen), Schaufeltrage, Vakuum-Matratze, Fahrtrage, Tragestuhl und sogar ein Kühlschrank für Medikamente.

In der Rettungswache Balve versehen derzeit zwölf Rettungsassistenten ihren Dienst und besetzen dort neben dem Rettungswagen (RTW) auch den Krankentransportwagen (KTW) von 8 bis 16 Uhr. Der RTW ist mit jeweils zwei Rettungsassistenten besetzt. - pmk

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