Der Festspielverein sucht neue Schauspieler

Einmal in der Höhle auf der Bühne stehen – dieser Traum kann für zahlreiche Kinder und Erwachsene nun wahr werden. Der Festspielverein sucht für seine beiden neuen Stücke noch einige Mitstreiter. -  Foto: privat

Balve - Im Wandel befindet sich derzeit der Festspielverein. Nicht nur die Änderung der Winteraufführungen von Erwachsenenstücken hin zum Familienweihnachtsmusical „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel” und die Gründung des Festspielchors sind neu.

Im kommenden Frühjahr präsentieren die Festspiele im Rahmen der Märchenwochen in der Balver Höhle gleich zwei Musicals. So wird es im Mai/Juni als Familienstück zwölf Aufführungen von „Das kleine Gespenst” nach Ottfried Preußler für Kinder ab vier Jahren geben. An ein erwachsenes Publikum richtet sich das Musical „Der Glöckner von Notre Dame” nach dem Roman von Victor Hugo.

Eine ganze Schulklasse ab fünf Jahren gesucht

Für beide Stücke werden nun noch zahlreiche Mitwirkende gesucht. Darsteller ab fünf Jahren bis zum Endes des Grundschulalters sind für „Das kleine Gespenst” besonderes gefragt. „Dazu brauchen wir viele Kinder, die eine ganze Schulklasse darstellen sollen”, betonte Regisseurin Anke Lux. Besetzt werden müssen für das Stück aber auch Erwachsenen-Rollen.

Musik, Tanz und Spiel im Wechsel

„’Das kleine Gespenst’ wird ein straffes und schnelles Stück mit einem Wechsel aus Musik, Tanz und Spiel sein”, erklärte die Regisseurin. „Es ist viel los in der kleinen Stadt Eulenburg. Das Gespenst, das vom Sonnnenlicht ganz schwarz geworden ist, jagt den Bewohnern Angst ein. Und ausgerechnet vor der 375-Jahr-Feier der Stadt, macht das Gespenst nur Blödsinn”, erläuterte Lux den Inhalt. „Alle Kinder der Stadt finden das natürlich toll, während die Erwachsenen gegen das Gespenst sind. Es gibt also viel Action, viel Spaß und kurzweilige Unterhaltung.”

Die Musik für das Familienmusical komponierte Michael Wiehagen. Es seien Gute-Laune-Melodien dabei entstanden, die mitreißen könnten. Zwölf Songs werden ins Stück eingebaut.

Eine große Herausforderung an die Darsteller werde die Mitwirkung im „Glöckner von Notre Dame”, so Lux. „Es ist ein getragenes Stück, das ich etwas geändert habe, damit es nicht ganz so schwergängig ist.” Die Darsteller hätten darin die Möglichkeit, zwei Seiten zu zeigen und sie hoffe, dass das Musical zu Herzen gehe. Die Rollen besetze sie ausschließlich mit Darstellern, die älter als zwölf Jahre sind.

Ein Stück, das nicht leicht von der Hand geht

„Dies ist ein Stück, das nicht leicht von der Hand geht und braucht eine gewisse Ernsthaftigkeit. Die Proben werden anstrengend sein”, betonte die Regisseurin vorab. Die Geschichte um den buckeligen Glöckner Quasimodo spiele im finsteren, schmutzigen Mittelalter und so solle es auf der Bühne umgesetzt werden. Nur zu Beginn werde es eine heitere Szene geben. Angelehnt sei die Inszenierung zwar an den Disney-Trickfilm, doch sie werde es an das Original anpassen.

„Das Publikum kommt mit bestimmten Erwartungen, die möchten wir erfüllen”, steckte die Regisseurin das Ziel. Die Musik bestehe aus den aus dem Disney-Film bekannten Songs und neuen Liedern, die auch Wiehagen komponiert hat. Unterstützung erfahren die Darsteller durch den Festspielchor, dessen Chorensemble den Mönchschor im Musical singt und spielt.

Die Proben für beide Stücke beginnen für die Sprechrollen im Dezember in der Aula des Schulzentrums Balve, Am Krumpaul. Montags und donnerstags wird zunächst ab 17 Uhr für „Das kleine Gespenst” geprobt. Im Anschluss folgen die Proben für den „Glöckner”. Ab Januar kommen die Proben für die Nebenrollen hinzu.

„Ich versuche, die Tanz- und Gesangsproben in die regulären Proben zu integrieren, so dass nicht so viele Wochenendproben hinzukommen. Mitmachen kann jeder”, erklärte Lux. Es bestehe für Interessierte Nachwuchs-Darsteller auch die Gelegenheit, bei der ersten Probe einzusteigen.

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