Neue Reitregelung „ist kein Freibrief“

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Für das Reiten im Wald gelten seit Jahresbeginn einige neue Reglungen.

Balve - „Die neue Reitregelung ist kein Freibrief für Querfeldeinritte“, sagt der Balver Revierförster Richard Nikodem. Bekanntlich ist es seit Jahresbeginn erlaubt, im Wald zum Zweck der Erholung auf allen privaten Straßen und Fahrwegen, unabhängig davon, ob diese als Wanderwege gekennzeichnet sind, sowie auf gekennzeichneten Reitwegen auf eigene Gefahr zu reiten.

„Nach der gesetzlichen Definition sind Fahrwege befestigte und naturfeste Waldwirtschaftswege. Nicht gemeint sind also Rückegassen und -wege sowie Wanderpfade“, sagt Nikodem, der zudem an das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme erinnert. Denn der Wald als beliebter und multifunktionaler Erholungsraum biete Konfliktpotenziale zwischen den Waldbesuchern, die reiten, spazieren gehen, wandern, joggen oder radfahren. 

Wer in der freien Landschaft oder im Wald reitet, muss zudem ein gut sichtbares, am Pferd beidseitig angebrachtes gültiges Kennzeichen führen. Gleiches gilt für das Führen von Pferden. Für den Erhalt des Kennzeichens ist eine Abgabe zu entrichten. „Die Kennzeichen erhalten Reiter beim Märkischen Kreis als der Unteren Naturschutzbehörde“, sagt der Revierförster. Die Reitabgabe werde für die Anlage und Unterhaltung von Reitwegen sowie zum Ausgleich von Schäden durch das Reiten verwendet. 

Das Führen ist auf allen Wegen gestattet

Das Führen von Pferden am Zügel ist im Wald auf allen Wegen gestattet. „Der Grundeigentümer muss das Führen von Pferden auf Waldwegen dulden. Es sei denn, ein Weg ist mit dem Verbotszeichen für Reiter gekennzeichnet“, sagt Nikodem. 

Das Kutschfahren im Wald ist dagegen generell nur mit Zustimmung des Waldbesitzers gestattet. Dieser Zustimmung bedarf es allerdings nicht auf privaten Wegen und Straßen, die nach der Straßenverkehrsordnung für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind. 

Abseits von Wegen besteht Leinenzwang 

Auch für das Mitführen von Hunden beim Ausritt gibt es genaue Regelungen, die Nikodem erklärt: „Hunde dürfen auf den Wegen nur unangeleint mitgeführt werden, wenn sie sich im Einflussbereich des Hundeführers befinden. Also nur, wenn sie jederzeit zurückgerufen werden können. Abseits von Wegen besteht immer Leinenzwang.“ Ausgenommen vom Leinenzwang seien nur Jagdhunde im jagdlichen Einsatz.

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