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Neue Leader-Periode startet 2023: Schon viele Projektideen

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Von: Julius Kolossa

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In die Leaderregion Sorpesee fließen weitere 3,1 Millionen Euro an Fördermitteln.
In die Leaderregion Sorpesee fließen weitere 3,1 Millionen Euro an Fördermitteln. © Peter von der Beck

3,1 Millionen Euro an Fördermittel fließen ab 2023 in der neuen Förderperiode in die heimische Leaderregion Sorpesee. Diese Zusage haben die Verantwortlichen jetzt auch Schwarz auf Weiß.

„Seit dem 20. September liegt uns vom NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Zusage vor, dass wir ab dem 1. Januar mit neuen Geldern an den Start gehen können“, sagt die heimische Leadermanagerin Leonie Loer.

Balver können sich also wieder auf den Weg machen, um ihren Ortsteil voranzubringen mit Ideen, die als Leaderprojekt förderfähig sind. Koordiniert werden sämtliche Projekte aus den Städten Arnsberg, Sundern, Neuenrade und Balve im Leaderbüro an der Hauptstraße in Balve von Loer und ihrer Kollegin Annika Kabbert. „Im zurückliegenden Förderzeitraum wurden insgesamt 66 Projekt mit einem Fördervolumen von 3,6 Millionen Euro realisiert. Angefangen bei einem Kleinstprojekt mit 1 600 Euro Fördersumme bis hin zu 250 000 Euro für ein anderes Projekt“, sagt Loer. Die Viertelmillion Euro floss in den Bau des Multifunktionsheims auf der Sportanlage in Beckum. Zudem wurden in der Hönnestadt 13 weitere Leaderprojekte in einer finanziellen Größenordnung zwischen 14 000 und 135 000 Euro umgesetzt.

Bedarf an Dorfgemeinschaftseinrichtungen

„Für die neue Periode ist bereits ein großer Bedarf an Dorfgemeinschaftseinrichtungen abzusehen. Auch, wenn wir bislang nur beraten können, weil die konkreten Förderrichtlinien noch fehlen, lässt sich schon festhalten, dass in vielen Ortsteilen unserer Leaderregion Initiativen bereitstehen, die bestehende Gebäude entsprechend umgestalten wollen“, sagt Loer.

So beispielsweise in Volkringhausen. Dort soll aus einem Teil der Schützenhalle ein Dorfgemeinschaftsraum werden, damit sich die Schützen die Sanierung des Hallendachs finanziell fördern lassen können. Momentan laufen die Gespräche mit den Vereinen, um Ideen zu entwickeln. Sobald ein Konzept vorliegt, mit dem Leader-Fördergelder beantragt werden können, soll eine Versammlung stattfinden, bei der die Dorfbewohner informiert werden. Leonie Loer erklärt: „Wir fördern keine reine Baumaßnahme, vielmehr muss damit ein Innovationscharakter, also ein Mehrwert für das Dorf einhergehen.“ Zunächst müssten als Entscheidungsgrundlage aber die neuen Förderrichtlinien vorliegen. Bis dahin könne auch keine verbindliche Aussage über den Höchstsatz der Fördersumme (bleibt es bei 65 Prozent der Projektgesamtkosten oder findet eine Anhebung statt), den Förderzeitraum und die Antragsteller getätigt werden.

Projekte müssen bis Ende 2027 bewilligt sein

„Bisher konnten bis auf Parteien alle Institutionen einen Antrag einreichen: also Kommunen, Vereine und Privatpersonen“, so Loer, die hofft, bis Jahresende die neuen Richtlinien in den Händen zu halten. „Bis dahin beraten wir. Bei uns gehen viele Anfragen ein, sodass uns bereits mehr oder weniger konkrete Projektideen vorliegen.“ Welche Projekte bezuschusst werden, muss dann der heimische Leaderverein entscheiden. Bis Ende 2027 werden Projekte bewilligt, bis spätestens Ende 2029 müssen diese umgesetzt sein.

Das ist Leader

Leader („Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“, französisch für Verbindungen von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist ein Förderprogramm des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Das Land NRW beteiligt sich je Projekt mit bis zu 20 Prozent der Fördermittel. In den zurückliegenden Jahren wurden in NRW mehr als 900 Leader-Projekte realisiert, darunter auch in Werdohl, Neuenrade und Balve. Die neue Förderung startet nach Genehmigung des Strategieplans zur Agrarförderung durch die EU Anfang 2023.

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