Schweinezüchter sorgt sich wegen Ferkelkastration

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Thomas Fabry betreibt in Langenholthausen eine Schweinezucht mit rund 200 Muttertieren und vielen Ferkeln.

Langenholthausen - Landwirt und Schweinezüchter Thomas Fabry aus Langenholthausen weiß schon jetzt, was das neue Jahr ihm bringt: Viele Unsicherheiten, wie er seine Ferkel schmerzfrei kastrieren soll.

„Die Betäubung ist laut Tierschutzgesetz schmerzlindernd und nicht schmerzausschaltend“, fasst er im Gespräch mit unserer Zeitung die Problematik zusammen. Vor fünf Jahren wurde diese Regelung per Gesetz beschlossen, die zum 1. Januar 2019 wegfallen wird. Bisher bekommen die jungen Eber eine Spritze, deren Betäubung nach etwa 15 Minuten wirkt. Danach kann die Kastration erfolgen: „Das entspricht im nächsten Jahr nicht mehr der aktuellen Gesetzgebung.“ 

Bisher gäbe es noch keine Alternativen, die entweder gesetzlich zugelassen, oder aber vom Handel abgenommen werden. So gäbe es zwar einen Impfstoff, der vermeidet, dass das Fleisch den Eber-Geruch annimmt. Der Lebensmittelhandel seinerseits weigere sich jedoch, Produkte aus Tieren, die mit diesem Serum behandelt wurden, ins Sortiment aufzunehmen. 

Einheitliche Standards als Wunsch 

Thomas Fabry, Sprecher der Landwirte im Märkischen Kreis des Westfälisch Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLLV), sagt zu dieser Diskussion: „Ich befürworte einheitliche europäische Standards.“ So sei in den Niederlanden und in Dänemark der Einsatz von Betäubungsmitteln möglich, die in Deutschland nicht genutzt werden dürften.

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