Unwetter hat auch Folgen für die Baustelle

Neue Dorfmitte: Es geht voran in Garbeck

Nach dem Unwetter Mitte Juli kann auf der Baustelle in der Garbecker Dorfmitte mittlerweile wieder normal gearbeitet werden.
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Nach dem Unwetter Mitte Juli kann auf der Baustelle in der Garbecker Dorfmitte mittlerweile wieder normal gearbeitet werden.

Die Unwetterkatastrophe Mitte Juli hatte auch Auswirkungen in Garbeck auf die Baustelle zur Neugestaltung der Dorfmitte.

„Unsere 2,50 Meter hohe Baugrube war komplett überschwemmt“, erinnert sich Jörn Schöttler, stellvertretender Vorarbeiter vom Unternehmen Hubert Mees aus Lennestadt.

„Das Wasser musste abgepumpt und danach das von uns frisch gelegte Fundament noch einmal erneuert werden – der Schotter war aufgeweicht, sodass neues Material aufgetragen werden musste“, so Schöttler. All dies habe den Zeitplan für die Arbeiten im Bereich der Märkischen Straße rund um den Garbach um etwa eineinhalb Wochen zurückgeworfen.

Bauzaun wurde versetzt

„Das Hochwasser hat auch die Böschung überflutet“, sagt Jörn Schöttler. „Deshalb haben wir aus Sicherheitsgründen den Bauzaun noch weiter nach hinten verschoben. In welchem Maße die Böschung verstärkt werden muss, wird sich zeigen, wenn die Anfüllungen an diesen Stellen anstehen.“

Jörn Schöttler vom Unternehmens Mees aus Lennestadt bei den vorbereitenden Arbeiten für das Betonfundament. Gegossen wurde dieses am Freitag.

In den vergangenen Tagen war das Unternehmen damit beschäftigt, die Verschalung für das Betonfundament herzustellen. Am Freitag wurden dann 60 Kubikmeter Beton angeliefert und verarbeitet. Als nächste Schritte sollen jetzt das Mauerwerk als neuer Bachlauf errichtet und der Bau der beiden Brücken über den Garbach vorbereitet werden. Noch etwa ein Jahr dauern die Bauarbeiten rund um die Märkische Straße, um die Dorfmitte attraktiver zu gestalten: 185 Meter lang ist der Bauabschnitt, der zu einem verkehrsberuhigten Bereich umgestaltet sowie optisch und ökologisch aufgewertet wird.

Viel Unterstützung für den gebeutelten Dorfladen

Über den nach Abschluss der Arbeiten aufgeweiteten Garbach verlaufen künftig zwei Brücken, die von den Anliegern, aber auch von Einsatzfahrzeugen genutzt werden dürfen.

Auch Karin Filmether vom Garbecker Dorfladen hat sich mit der Großbaustelle vor ihrer Tür mittlerweile arrangiert. Durch die mit Fahrzeugen eingeschränkte Erreichbarkeit ihres Ladens hatte die Inhaberin einen massiven Umsatzeinbruch und ausbleibende Kundschaft befürchtet. Doch nach dem Hochwasser kam unerwartet viel Hilfe von den Garbeckern, als der nasse Dorfladen-Keller ausgeräumt und gesäubert werden musste.

Kein Gedanke mehr ans Aufgeben

„Und auch bei der durch das Wasser zerstörten Kühlanlage wurde uns geholfen“, erzählt Filmether. Vermieter Charly Grote habe ihr zugesagt, möglichst schnell eine neue Kühlung zu besorgen. „Ortsvorsteher Christoph Haarmann unterstützte uns aus dem Spendenfond des Dorfes.“ Karin Filmether ist nach wie vor sichtlich beeindruckt, wie schnell und spontan ihr aus der Bevölkerung geholfen wurde. „Man merkt die Anteilnahme“, sagt sie. „Denn als nach der Baustelle auch noch das Wasser kam, hatten wir endgültig abgeschlossen und keine Nerven mehr“, schildert sie. Nun aber denke sie nicht mehr ans Aufgeben: „Wir machen aufgrund der Hilfsbereitschaft weiter.“ Die Garbecker können also auch zukünftig in ihrem Dorfladen einkaufen.

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